Sonntag, 20. November 2016

Ein Sitzplatz für den Spätherbst

Zugegeben: Es ist nicht jeder Tag mehr so, dass man sich nach einem Sitzplatz im Garten sehnt. Manchmal ist der Blick vom Fenster aus in die kühle und manchmal feuchte Darbietung draußen besser. Aber es gibt sie noch, diese Momente, in denen ein paar Sonnenstrahlen hervorlugen und der Wind eine Pause einlegt - das Wetter ist dem Herbstgärtner hin und wieder gewogen.
Und für diese raren Momente im Spätherbst, der manchmal schon ein Winter zu werden droht, habe ich an meine Bank im Senkgarten Chrysanthemen gepflanzt. Im Sommer sind es dort Prachtstorchschnabel, Salbei Ostfriesland, Allium und Storchschnabel "Rozanne", die mich erfreuen, gern auch mit einer zweiten Blüte, nun sind es "Nebelrose", "Clara Curtis" und "Hebe".



Und als Pausenort zwischen dem Laubrechen (es sind Tonnen von Laub auf Rasen und Kiesflächen gefallen, wo sie einfach nicht gut liegen) ist der Platz ganz wunderbar.

Nebelrose

Clara Curtis
Vielleicht gibt es ja noch ein paar solcher Momente, bis sich die Herbstlandschaft in ein Winterbild verwandelt und die Chrysanthemen zu Frostblumen werden!
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 8. November 2016

Liebster Award

Dank der lieben Gartenbotschafterin habe ich den "Liebster Award" erhalten und möchte nun auch gern die zugehörigen Fragen beantworten.

 1.) Angenommen, der Garten wäre nicht Dein Thema, über welches Thema würdest Du sonst gerne bloggen? 

Als ästhetikverrücktes Huhn würde ich wahrscheinlich über das Dekorieren in unserem Haus schreiben. Das tue ich hier hin und wieder zwar auch, aber eher selten.



 2.) Was denkst Du über das "Gärtnern in Deutschland"? Ist es nur was für "alte" Menschen?

Um Gottes Willen - ich bin ja auch nicht alt ;-)
Aber ich denke, das Gärtnern in Deutschland hat noch reichlich Luft nach oben, ein paar Enthusiasten mehr wären schön. Es gibt immer noch zu viele langweilige, vermeintlich "pflegeleichte" Gärten, die keine Freude für das Auge sind.

 3.) Deine Lieblingsarbeit im Garten ist...?
 
Jäten! Ist besser als jede Meditation!



4.) Welche Arbeit fällt Dir schwer?

Der gute Rückschnitt. Ich bin zwar besser geworden, aber ich könnte manchmal noch etwas energischer sein.

 5.) Kannst Du Unkraut ertragen?

Ganz schlecht. Siehe Punkt 3 ;-)



 6.) Fehlt Dir das Gärtnern im Winter?

Manchmal sehr, wenn mir Pläne unter den Nägeln brennen, aber hin und wieder bin ich auch froh, dass Pause ist.

 7.) Welches Gartenbuch würdest Du empfehlen und warum?

Ich liebe "Meine Philosophie lebendiger Gärten" von Gabriella Pape. Das war der Ausgangspunkt meiner Gartenleidenschaft. 



8.) Kannst Du Dir vorstellen einen Garten ohne die vier Jahreszeiten zu bearbeiten? 

Nein, ein ewiger Sommer wäre auch nichts für mich. Ich finde, alle Jahreszeiten gehören zum bunten Potpourri des Lebens dazu.

 9.) Dein Lieblings-Gartengerät ist?

Meine Rosenschere. Ich habe zum letzten Weihnachtsfest gleich zwei sehr schöne Exemplare geschenkt bekommen(Ja, meine Lieben kennen mich gut!) und konnte die eine dieses Jahr noch schonen.



10.) Lässt Du Dir für Deinen Garten gerne Pflanzen schenken?

Am Anfang meines Gartens habe ich tatsächlich viele Pflanzen geschenkt bekommen und ich bin für nahezu alle dankbar. Nur die Goldrute habe ich ans Grundstücksende verpflanzt, wo ich sie weniger sehe, die ist nicht so mein Liebling. 

11.) Welche Staude ist Deine Lieblingsstaude und warum? 

Oh je, ist irgendwie wie die Frage nach dem Lieblingskind...  ich hätte schon Schwierigkeiten die liebsten Zehn zu benennen. Aber ich sage jetzt einfach mal Doldenglockenblume "Loddon Anne" ist wirklich eine Offenbarung!



Ach ja, so sieht der Award aus:


Und da er dem Zweck dient, kleinere Blogs bekannter zu machen und wir uns so ein wenig unterstützen können, möchte ich den Award gerne weitergeben an "Lila Flieder".

Die Fragen sind so spannend, dass ich sie übernehmen möchte:
1.) Angenommen, der Garten wäre nicht Dein Thema, über welches Thema würdest Du sonst gerne bloggen? 
 2.) Was denkst Du über das "Gärtnern in Deutschland"? Ist es nur was für "alte" Menschen?
 3.) Deine Lieblingsarbeit im Garten ist...?
 4.) Welche Arbeit fällt Dir schwer?
 5.) Kannst Du Unkraut ertragen?
 6.) Fehlt Dir das Gärtnern im Winter?
 7.) Welches Gartenbuch würdest Du empfehlen und warum?
 8.) Kannst Du Dir vorstellen einen Garten ohne die vier Jahreszeiten zu bearbeiten? 
 9.) Dein Lieblings-Gartengerät ist?
10.) Lässt Du Dir für Deinen Garten gerne Pflanzen schenken?
11.) Welche Staude ist Deine Lieblingsstaude und warum? 

Euch eine schöne Woche!
Liebe Grüße
Katharina

Freitag, 4. November 2016

Sonnengelb im Beet

Ja, am Himmel musste man die Sonne heute suchen. Und man konnte lange suchen, eigentlich eher vergebens. Und dieser fisselige Sprühregen hat die Angelegenheit auch nicht gerade verschönert, aber ich war trotzdem im Garten und habe vor mich hingewerkelt.


Und in alle diesem zauberhaften Grau leuchtete plötzlich sonniges Gelb auf. Noch nie ist mir dieses Leuchten so aufgefallen wie an diesem Novembertag.

Sonnenhut Indian Summer
 Monatelang tat sich bei dem einjährigen Sonnenhut nix, jetzt auf einmal zeigt er doch mal eine Blüte.


Das Gros der Dahlien hab ich schon ausgegraben, aber von den drei gelben Exemplaren konnte ich mich noch nicht trennen, die sehen einfach noch so toll aus. Aber letztich sind ihre Tage wohl für dieses Jahr gezählt...


Was ihr hier seht ist tatsächlich meine kleinblütige Taglilie im November. Sie hat tatsächlich noch einmal haufenweise Knospen bekommen und die erste Blüte hat sich heute geöffnet. 


Weiß der Himmel, wie lange ich mich noch daran erfreuen kann, aber so lange es geht, werde ich es jeden Tag tun :-)
Liebe Grüße
Katharina 

Dienstag, 1. November 2016

November ohne Blues

Ja, es ist soweit, der November hat uns erreicht - oder wir ihn. Je nachdem, wie man das Ganze sehen möchte. Nach dem vermeintlich goldenen Oktober, der dieses Jahr mehr oder weniger ausgefallen ist, kommt nun der graue November daher. Eine große Erwartungshaltung haben wir an den Kollegen eigentlich nicht. Wir erwarten höchstens Sturm, Regen, Nebel und morgendliche Frosteinlagen. Sonne? Vielleicht versehentlich mal ein Viertelstündchen.
Und so kommt er ganz schnell, der Novemberblues...
Aber in diesem Jahr mache ich nicht mit. So einfach ist das. Ich glaube übrigens, ich habe im letzten Jahr auch schon nicht mitgemacht. 


Und das hatte sich im letzten Jahr auch schon voll rentiert. Die Sonne schien nämlich tatsächlich ziemlich oft und wir haben mit Hund und Kind viele wunderbare Herbstspaziergänge gemacht und die Ruhe am Meer genossen.


Und auch ohne Sonne lasse ich mir die Stimmung nicht eintrüben. Ich habe heute Vormittag in erfrischendem Nieselregen Laub vom Rasen geharkt und auf die Beete verteilt. Schließlich müssen meine Rosen und Stauden für den nahenden Winter schön zugedeckt werden ;-) Und es war herrlich! 
Danach einen schönen Latte Macchiato mit viel Milchschaum und einem Schuss Karamell....
Wie sieht eure Novemberstimmung so aus?
Das einzige was übrigens immmer noch "blue" bei mir ist, ist meine zauberhafte "Rozanne", die auch den November wahrscheinlich durchblühen wird. Braves Kind!


Liebe Grüße
Katharina

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Heckenwechsel und steinschwere Arbeit

Ich erinnere mich noch gut an die erste Besichtigung unseres Hauses. Abgesehen von vielen Fürchterlichkeiten im Inneren und Äußeren war der erste Eindruck eine Thujahecke zur Straße hin, die auf einem Steinwall thronte. Mein Mann sah sie an und sagte: "Sollten wir dieses Haus tatsächlich kaufen, muss diese Hecke weg. Die erinnert mich an Friedhof". 
Da wollte ich auf keinen Fall widersprechen ;-)
Zudem haben wir vor einigen Monaten einen interessanten Artikel gelesen (die liebe Gartenbotschafterin hat darüber berichtet), dass in einer solchen Hecke kein Lebewesen wohnt - es ist quasi tote Zone. So etwas wollen wir im Garten nicht!
Gedauert hat es drei Jahre, bis wir endlich soweit waren, die Hecke anzugehen, die Herbstferien waren ein geeigneter Anlass.


Hier seht ihr dann die Ausgangslage. Mein Mann hat das Beschneiden in diesem Jahr schlicht verweigert. Wenn es raus soll, dann muss es vorher nicht mehr hübsch sein ;-)


Das einzig erfreuliche an den Dingern ist die Tatsache, dass es Flachwurzler sind und das Ausbuddeln eine einfache Geschichte wurde.


Es waren ungefähr 25 Stück, die dann auch dem Laster landeten. Mein Vater hat das ganze weggebracht.





Dann hat es meinen Mann hart getroffen, denn nachdem die Hecke von der Natursteinmauer runter war, zeigte sich erst, wie krumm und schief diese geworden war.


Mein Vater, der Perfektionist, hat sofort gesagt: "Das geht so nicht. Das ist nicht schön. Ihr wollt doch keine halben Sachen machen, oder?"



Wie soll man da "nein" sagen? Es blieb also nichts anderes übrig, als alles mühsam zu begradigen (ein Kran hat ein besonders schweres Exemplar gerichtet), den Rest hat mein Mann mit Muskelkraft erledigt.


Jetzt sieht es wieder gut aus :-)
Am Ende seht ihr hier noch einen neuen Steingarten, denn irgendwie blieben diverse Steine übrig und mein Mann hatte spontan die Idee, sie so zu nutzen. Nur ein bißchen mehr Bepflanzung fehlt noch, aber das kann bis zum Frühjahr warten. Ihr seht, ich kann mich auch zusammenreißen. 


Unser Labrador "Fiete" beobachtet alles von der anderen Zaunseite aus. Der hässliche Wildzaun wurde nämlich durch einen besser aussehenden Staketenzaun ersetzt, den wir anderweitig schon verwendet haben.


Nun sind die neuen Sträucher gepflanzt (verschiedene Weigelien, Deutzien, Philadelphus, Zierquitte, Spireae, Fingerstrauch, Kolkwitzie, Hibiskus), alles blühende Modelle, die hoffentlich jede Menge Insekten glücklich machen werden! Dazwischen habe ich armenischen Storchschnabel gesetzt, damit das Unkraut im nächsten Jahr in Schach gehalten wird. Ich freue mich darauf - und gieße nun fleißig!
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 25. Oktober 2016

Ein Hauch von Sonne und viel zu tun im Garten!

Endlich hat der Oktober auch hier ein Einsehen und die Sonne lässt sich mal wieder blicken! Ich hatte sie schon fast aufgegeben und dachte, sie würde sich vor April nicht mehr sehen lassen ;-)
Trotzdem schreitet der Herbst munter voran - die Dahlien strahlen noch mal richtig, bevor die ersten Fröste die Winterruhe einläuten. 
                                                  

Die verschiedenen Astern und auch die ersten Chrysanthemen blühen, wobei letztere sich noch zurückhalten.


Gräser mag ich besonders gern dazu, man sieht`s!


Auch die Einjährigen lassen es vor dem Winter nochmal krachen und blühen, was das Zeug hält...



Natürlich haben sich bei uns noch "mal eben"ein paar Projekte ergeben, im nächsten Post berichte ich mehr.
Bis dahin liebe Grüße
Katharina


Sonntag, 16. Oktober 2016

Novembergrau im goldenen Oktober

Hallo ihr Lieben, ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht, aber im Norden zeigt sich der Himmel in allen Schattierungen der Trendfarbe Grau. Leider ist Grau nicht so meine Farbe, schon gar nicht am Himmel. Und zur Gartenarbeit regt sich auch nicht gerade an- vor allem, wenn es aus den düsteren Wolkenmassen noch tüchtig regnet und ein kräftiger Wind dazu bläst.
Der goldene Oktober lässt sich hoffentlich noch mal blicken, so habe ich zumindest eine Wolkenlücke erwischt, um einmal die Herbstfarben in den Beeten einzufangen. Die sind deutlich kräftiger geraten ;-)


Es leuchten die gelben Dahlien....


... Birnen und Äpfel zieren erntereif die Bäume...


.... der Mehlsalbei blüht seit Monaten in strahlendem Blau - eine echte Empfehlung unter den Einjährigen....


...meine "falschen", roten Zinnien sind noch immer blühfreudig und voller Knopsen...


...Bornholmer Margerite mischt sich mit Kapuzinerkresse, die sich überall selbst ausgesät hat.


Manchmal scheint sie überhand zu nehmen, aber jetzt bin ich dankbar für ihre leuchtenden Blüten - gestern sind ein paar auf meinem Schokoladenkuchen gelandet, das sah wirklich gut aus :-)
Habt ihr ein paar sonnige Momente oder geht es euch wie mir, dass  man kaum Gelegenheit hat, den Garten zu genießen?
Liebe Grüße
Katharina