Donnerstag, 17. Juli 2014

Schönes und weniger Schönes

Hallo ihr Lieben,
hier scheint nach einem ganz kurzen Regenintermezzo wieder die Sonne. Den Regen hatten die Natur auch bitter nötig...

 Und so kann ich den Abend wieder im Garten genießen, wie so oft mit  der Gartenschere in der Hand.

Egal, wie der Tag war, wenn ich abends in meine Gummistiefel schlüpfe und das Gartenwerkzeug aus dem Schuppen hole, bin ich schlagartig zufrieden. Selbst dann, wenn es ums Unkrautjähten geht, eine von vielen Menschen eher ungeliebte Tätigkeit. Für mich ist es wie eine Meditation, etwas, in dem ich versinken kann. Und es ist schön zu sehen, wie sich Ordnung einstellt in meinen Beeten. Ist das jetzt typisch deutsch? Ich weiß es nicht, aber zu meiner Verteidigung kann ich anführen, dass ich auch Vagabunden in meinen Beeten dulde und ich mich über die filigranen Blütenglocken der Akeleien und die hochaufragenden Pompons der Verbena Bonariensis immer freue, auch wenn sie an eigenwillig gewähler Stelle auftauchen. Aber Garten ist Natur, da darf oder muss auch so etwas erlaubt sein.
An Brennesseln habe ich weniger Freude, auch Ackerwinde und Giersch zählen nicht gerade zu meinen liebsten Freunden. So manche Schlacht habe ich gegen sie geschlagen, aber es bleibt ein zähes Ringen um die Vorherrschaft im Beet und ich weiß, dass unter so manchem Storchschnabelblatt oder im Schutz der hinreißenden Herbstannemone eine kleine Brennessel sitzt und sich über meine Unfähigkeit, sie zu entdecken, amüsiert. Aber auch das ist Garten.

Liebe Grüße
Katharina

Kommentare:

  1. Hallo liebe Katharina,
    typisch deutsch? Ich weiß nicht.
    Habe aber auch festgestellt, daß wenn es manchmal zur Sucht ausartet, wenn ich mit dem Zupfen loslege. ;-)

    LG Bine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Komisch, oder? Andere Menschen hassen Unkrautjäten wie die Pest und wir kommen manchmal in einen regelrechten "Jätwahn" :-)

      Löschen
  2. Wie wahr, Katharina, Gartenarbeit ist wie Meditation - sogar heute, als ich die Kartoffeln ausgegraben habe. Jede ein Kunstwerk - und was Eigenes.

    Sigrun

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Kartoffeln ausgraben sorgt schon für Glücksgefühle, man kann ja vorher auch nicht sehen wie die Ernte ausfallen wird :-)
      Meine sind leider noch nicht so weit....
      Liebe Grüße
      Katharina

      Löschen
  3. Hallo Katharina,
    ein Tag ohne Garten ist ein Tag ohne Glück.
    Das hat bestimmt schon mal ein kluger Philosoph gesagt, aber es ist genau das, was ich empfinde.
    Wenn ich bei dir lese, dann merke ich, dass auch du nicht "ohne" sein magst.
    Liebe Grüße,
    Anette

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das hast du absolut treffend auf den Punkt gebracht, liebe Anette!

      Löschen