Donnerstag, 30. Juli 2015

Endlich Regentage!

Es ist eigentlich ein bißchen verrückt, sich im Sommer über schlechtes Wetter zu freuen und ich weiß, dass die meisten dieses Gefühl nicht mit mir teilen werden. Nach der langen Trockenheit freue ich mich über die durchdringende Nässe, die endlich nicht durch Wind und Wärme wieder ausgelöscht wird...



Eine meiner liebsten Stauden überhaupt; Storchschnabel Rozanne. Es ist schier unglaublich, was sie leistet, die Größe, Üppigkeit und Ausdauer ist kaum zu übertreffen. Hier steht sie in schönem Kontrast zur weißen Schneeballschafgarbe (Achillea Ptarmica).


Diese steinerne Schachfigur wird von silbrigem Wollziest umrahmt und von Rose Pomponella angelächelt.


Ich liebe es, wenn sich das große Schilf im Wind wiegt und seine langen Halme wie Haare wirken.


Nun werden wir sehen, was die nächsten Tage uns bringen, aber der Garten sorgt in jedem Fall für tägliche Freude, egal ob bei Regen oder Sonnenschein!

Montag, 20. Juli 2015

Rosa Rugosa

Ich finde, Kartoffelrose klingt irgendwie zu plump. Als wären ihre Blüten weniger elegant und fein, wie die ihrer Schwestern. Dabei steht sie ihnen in nichts nach.

                                                                  Rosa rugosa "Fimbriata"

Vor allem der Duft ist wunderbar intensiv....

                                                               Rosa Rugosa "Marie Bugnet"

....und ihre Blätter strotzen vor Gesundheit. Rosa Rugosa sind weitaus weniger anfällig für Pilzkrankheiten, ein großes Plus wie ich finde!


Und sie sind herrlich anspruchslos, was die Bodenverhältnisse anbelangt. Bei mir blühen drei Exemplare auf meinem Steingarten, Marie Bugnet hat sogar schon frühzeitig im Mai mit der Blüte begonnen und blüht seitdem unermüdlich. Im Herbst kann ich mich dann auf leuchtende Hagebutten freuen :-)

Sonntag, 12. Juli 2015

Späte Liebe

Ich habe es schon einmal versucht, vor etwa sieben Jahren war es ihr Zitronengelb, das mich schwach werden ließ. Eine kleine Taglilie wanderte vom Tisch in den Einkaufswagen und dann ins Beet. Dort blühte sie wunderbar....

                                                                 Arctic Snow

Auch im zweiten Jahr war sie noch nett anzusehen und zeigte einige Blüten, danach war es erst einmal vorbei.
Keine Blüten mehr, nix, nada....
Ich wechselte den Standort, ich düngte, sie wollte nicht.
Meine Begeisterung für Taglilien sank gegen Null und als wir unser Häuslein mit dem leeren Garten bezogen, wäre ich wahrscheinlich niemals auf den Gedanken gekommen, mir ein Exemplar zu kaufen.. Nur mein kapriziöses Modell zog mit ein - um weiter nicht zu blühen. Zweifach sozusagen, ich hatte sie geteilt in der Hoffnung, ihr damit zu mehr Blühfreude zu verhelfen.
Doch dann bekam ich von einer Freundin ein Teilstück ihrer Taglilie...


Und was soll ich sagen, sie ist wunderbar! Pflegeleicht, imposant und üppig blühend - Herz, was willst du mehr!


Mit zartgelber Schafgarbe und Verbene kombiniert ist sie zu dieser Jahreszeit eine große Freude im Beet. So sehr, dass ich mir im letzten und in diesem Jahr noch weitere Taglilien verschiedener Sorten angeschafft habe - für die Beete, am teichufer und am Rande unseres Bachlaufs.
Und was soll ich sagen: Mein sieben Jahre altes Sorgenkind in zweifacher Ausführung blüht zum ersten Mal wieder. Einfach so in schönstem Zitronengelb :-)

Mittwoch, 8. Juli 2015

Im Dschungel

Mein geliebter Mann kam vor einigen Tage mit folgender Frage um die Kurve: "Wann willst du den Weg zu unserer Haustür wieder freischneiden?"
Ich war verwirrt. "Was soll ich tun?"
"Ja, wann willst du diese ganzen Pflanzen zurückschneiden, damit man wieder freien Weg zur Tür uns zum Briefkasten hat? Selbst der Hund hat Angst durch diesen Dschungel zu laufen! Oder gehört das irgendwie so?"


Ich habe keine Ahnung, was an dem Weg das Problem ist! Ist so ein Kiesweg, der von verschiedenen Pflanzen umspielt wird, nicht herrlich romantisch? Zum Beispiel von einer fabelhaften Buschmalve, die ihre zarten, fast exotisch anmutenden Blüten gerade entfaltet?


Oder der Frauenmantel seine lockeren, grüngelben Blüten über dem Weg ausbreitet?


Ich liebe den Weg zum Haus, gerade weil man zwischen Blütenwolken hindurchwandelt!


Und man links und rechts etwas zu schauen hat, zur Rechten sieht man zum Beispiel Clematis
Dr. Ruppel, die sich im Rankgerüst hochgearbeitet hat...


und die Kombination aus weißer Veronika "Schneeriesin" und dunkelblauem Rittersporn.
Zurückschneiden? Auf gar keinen Fall! Meine Stauden dürfen sich gerne weiter vergnügt am Wegesrand austoben und ihre Blüten ausstrecken....