Samstag, 31. Oktober 2015

Ungewöhnlicher Zeitpunkt

Manchmal wundert man sich an der ein oder anderen Stelle, wenn eine Pflanze zu ungewohnter Zeit noch einmal zu blühen beginnt. Eigentlich sollte seit Wochen oder Monaten Ruhe sein, aber plötzlich erscheinen neue Knospen.
Kann sich eine Staude einfach mal in der Zeit vertun? Ist es ihr vielleicht zu langweilig, einfach brav ein Jahr zu warten, bis sie wieder blütentechnisch durchstarten kann?



Die rosa Flockenblume war eigentlich im Juni mit ihrer Blüte dran. Nur durch Zufall habe ich gesehen, dass sie es einfach noch einmal tut.
Aber viel verrückter finde ich meine Taglilie "Arctic Snow".


Sie hat wirklich wunderschön geblüht in diesem Jahr. Ich hatte daran absolut nichts auszusetzen. Warum sie nun glaubt, es mir noch einmal "zeigen" zu müssen, weiß ich wirklich nicht.
Ich war schon rundherum zufrieden...


So fühle ich noch einmal einen Hauch Sommer, bis hier der Gartenzaubervorhang endgültig fällt ;-)
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Ab ins Beet oder Ist das typisch deutsch?

Es war 2006 als die Vox-Doku "Ab ins Beet" das erste Mal ausgestrahlt wurde. Und ich war damals begeistert von der Aussicht, dass es eine Gartenserie im Fernsehen geben würde. Der Titel "Ab ins Beet" legte ja auch die Idee nahe, dass es um Beete - also Pflanzen - gehen würde. Zumindest schwerpunktmäßig. 


Da ist man als Gärtner nicht abgeneigt. Seit Bestehen der Sendung treten sowohl wechselnde Protagonisten als auch regelmäßige Hauptdarsteller aus, so wie der ehemalige Dauerstudent Claus, sein Kumpel Ralle, Ingo und Marion und noch einige andere mehr.


Der Erfolg scheint so gut zu sein, dass es seit einigen Wochen sogar noch die Auskopplung "Die Beet Brüder" gibt, in denen Claus, Ralle und Ralf Dammasch ein Gartenprojekt innerhalb von einer Woche umsetzen müssen.



Das ganze hat also durchaus Unterhaltungswert, vor allem aufgrund der "Gärtner". Aber eines fällt mir seit Beginn der Sendung auf und wurde durch die neue Serie noch verstärkt: um Beete geht es eigentlich nie. Es geht immer ums Thema "Bauen"; sei es die neue Terrasse, der Pool oder das Gartenhaus. Pflanzen kommen nur am Rande vor als Begrünung des Werkes.


Ansonsten gibt es in den Gärten vorwiegend Rasen und wenig Beete, geschweige denn Stauden, Rosen oder anderes. Die aktuell umgestalteten Gärten sahen zum großen Teil eher verwahrlost und ungepflegt aus, mit "Garten" hatten sie weniger zu tun. Und wenn die Leute nach ihren Wünschen gefragt werden, geht es meistens um Sitzplätze, Pools oder Grillecken.



Ich frage mich mittlerweile, ob das "typisch deutsch" ist? Reicht den meisten der Rollrasen mit der Terrasse und dem großen Grill?


Mangelt es da an Phantasie oder ist es die Sorge vor der potentiellen Arbeit, die ein Garten machen könnte? Was denkt ihr?
Liebe Grüße
Katharina

Sonntag, 11. Oktober 2015

Gartenwetter

Heute konnten wir uns an strahlendem Sonnenschein erfreuen. Nachteilig waren nur die Temperaturen und eine frische Brise, aber was soll`s, wenn es nicht in Strömen gießt, ist bei mir eigentlich immer Gartenwetter.

Novalis

Wobei die Nachbarn mich sicher auch schon für ein wenig seltsam gehalten haben, als ich die ersten blühenden Sträucher pflanzte, indem ich den Schnee im Februar zur Seite geschaufelt habe, um irgendwie an die Erde zu kommen, um dann ein Pflanzloch zu buddeln. Gärtnern extrem eben!

Aphrodite

Dagegen ist ein bißchen Wind oder ein flotter Regenguss noch nichts! Und bei 35 Grad und sengender Sonne komme ich erst richtig in Schwung!
Na ja, die Nachbarn halten mich sicher des Öfteren für gartenverrückt, wenn sich mich im Februar dick eingemummelt auf der Jagd nach den ersten Unkräutern in den Beeten sichten oder als ich im 9. Schwangerschaftsmonat versuchte, unerwünschtes Gras auszurupfen. Die Betonung liegt auf "versuchte".

Malva Moschata
Was das Wetter anbelangt, halte ich es mit den Engländern: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und so gärtnere ich eigentlich auch immer, nur schwere Regenschauer, Gewitter und Schneesturm können mich aufhalten ;-)

Rosenstadt Freising
Wie ist es bei euch? Spielt das Wetter eine Rolle oder seid ihr da auch eher schmerzbefreit?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Herbstzeit ist Pflanzzeit

Das ist ein Slogan, mit dem eine Gärtnerei in der Region jedes Jahr zu dieser Zeit wirbt.
Mein Mann bekommt quasi spontan Schweißausbrüche, wenn er das in der Zeitung liest.
Dabei braucht er sich gar nicht speziell zu ängstigen; bei mir ist quasi immer Pflanzzeit!
(O.k., wenn der Boden hartgefroren ist, muss ich vielleicht auch mal passen, aber eine geschlossene Schneedecke hat mich auch noch nicht gehindert...)


Aber wer im Frühling sein blühendes Wunder erleben will, muss tatsächlich im Herbst den Grundstein legen - in Form von zahlreichen Zwiebeln.


Ich weiß nicht, wie ihr es haltet, aber ich setzte jedes Jahr einiges nach, auch wenn ich positiv davon ausgehe, dass die meisten Zwiebeln aus den vergangenen Jahren wieder austreiben.
Allerdings lese ich oft in Gartenbüchern, dass die porträtierten Gärtner Tulpenzwiebeln wie Einjährige behandeln und tausende jedes Jahr neu setzen.


Das dürfte rein finanziell gesehen, auch eine größere Investition sein, die ich mir für mich so nicht vorstellen kann. Bislang habe ich mit meinen Tulpen auch eher die positive Erfahrung gemacht, dass sie brav wiederkommen.


Wie ist es bei euch? Ergänzt ihr weiter oder setzt ihr jedes Jahr grundlegend neu?
Liebe Grüße
Katharina

Montag, 5. Oktober 2015

Sind Astern `en Vogue´?

Das klingt vielleicht ein bißchen seltsam, wenn man über eine Pflanze spricht, aber bei dem Thema Astern hat sich mir die Frage aufgedrängt. Vielleicht, weil ich selbst den Eindruck hatte, dass sie irgendwie ein altbackenes Image hat.

Gräser? Total angesagt.
Blumenhartriegel? Absolut hip.
Kerzenknöterich? Super modisch.
Aber Astern?

Selbst meine Mutter schaute ein wenig irritiert drein, als ich ihr anbot, von meiner "Andenken an Alma Pötschke" etwas für ihren Garten abzustechen. 

Andenken an Alma Pötschke
Dabei finde ich, dass Astern noch mal ein richtiges Highlight im Herbstgarten sind. Und es gibt tolle, intensive Farbtöne, die man im restlichen Gartenjahr nicht immer so leuchtend im Beet hat.


Vor allem die Lilatöne sind grandios....


Aber auch für Freunde zarter Nuancen ist etwas dabei...

Pyrenäen Aster "Lutetia"
Gerade von "Lutetia" bin ich restlos begeistert. Sie blüht schon seit August super üppig und passt mit ihrem zarten Lila auch ganz fantastisch zu rosafarbenen Rosen.
Wie geht es euch beim Thema Astern? Unbedingt oder muss nicht sein?
Liebe Grüße
Katharina

Samstag, 3. Oktober 2015

Auch Rosen sind Geschmackssache

Zweimal im Jahr kaufe ich mir eine Rosenzeitschrift- Kunststück, sie erscheint ja nur einmal im Frühjahr und einmal im Herbst! Ich befürchte, ich würde sie sonst wahrscheinlich auch öfters mitnehmen... (Ich weiß, ich bin schwach!)
Und immer wenn die Neuzüchtungen vorgestellt werden, bin ich fasziniert davon, dass es offensichtlich immer noch einen Bedarf nach Neuerung gibt, trotz der enormen Vielfalt an Farben, Formen und Größen. Liegt es daran, dass wir so hohe Ansprüche haben? Dass Rosen natürlich am liebsten ununterbrochen blühen sollen, dass ihr Wuchs perfekt, die Blüten traumhaft und ihre Blätter von perfekter Gesundheit sein sollen?
Aber es gibt halt auch unterschiedliche Geschmäcker, gerade, was die Farben anbelangt.
Ich gebe zu, dass ich mich jahrelang mit Gelb, Orange und Apricot sehr schwer getan habe. Aber nun habe ich an eine nackte Stelle im Beet im Vorgarten, wo ich mit verschiedenen Stauden gescheitert bin, eine "Chippendale" gepflanzt. Trotz der Worte "Orange" und "Apricot" in ihrer Beschreibung (und dem Namen "Chippendale", denn das sind so gar nicht meine Lieblingsmöbel)!


Und siehe da: Ich finde sie wunderschön!




Und nun wird es richtig gewagt. Ich habe für meinen neuen Rosengartenteil tatsächlich eine gelbe! "Teasing Georgia" bestellt. Vielleicht ist es gut, hin und wieder auch mal etwas Neues zu wagen und Vorbehalte zu vergessen. Ich bin gespannt, wie ich das Resultat im nächsten Sommer finden werde.