Donnerstag, 2. Juni 2016

Das Unkraut der Anderen

Ich weiß natürlich das Unkraut nicht der politisch korrekte Begriff ist. Es sind Wildkräuter und die sind für viele Menschen soooo toll. Löwenzahn, Giersch, Brennnessel, aus allem kann man etwas fantastisches zaubern; Salate, Pesto, Tee, Aufguss und weiß der Himmel noch was und alles so vitaminreich. Aber ich, also ich, will sie einfach nicht in meinem Garten haben!!! Nicht in meinen Beeten! So nun ist es raus.... 

Akelei Nora Barlow
Diese Stimmungslage liegt gerade daran, dass ich Unkraut gejätet habe. Nicht bei mir, nein, am Gartenzaun, genauer gesagt auf der Seite meiner Nachbarn. Dort haben meine Nachbarn vor langer Zeit eine Thujahecke gepflanzt, die mittlerweile gut und gerne 2,50 m hoch ist. Und dazu ist sie eine prima Herberge für alle möglichen Unkräuter, quasi für alle.

Sumpfiris
 Entsprechend habe ich meinen Arm durch den Wildzaun gequetscht und auf dreißig Metern Länge versucht, den hüfthohen, blühenden Brennnesseln Herr zu werden.
Bei einigen anderen Kandidaten weiß ich nicht mal die Namen. Kennt ihr vielleicht ein rankendes Unkraut, das in rasantem Tempo drei Meter hoch wächst und dessem Blätter von der Form her ein wenig an Efeu erinnern?
Es ragte oben aus der Hecke raus, das sah richtig furchtbar aus.
Giersch, Lösenzahn, Acker- und Zaunwinde sind ebenfalls am Start und dieses Zeug mit den klebrigen Ranken, kennt ihr das auch?

Margerite, Spornblumen (Centranthus ruber) und Centaurea 
Und damit sie nicht alle zu uns rüberwachsen und ihre Samen bei uns verstreuen, habe ich mich heute damit mehr schlecht als recht abgequält. 
Wie haltet ihr das? Stört euch sowas oder seht ihr das entspannt. 
Ich bin wahrscheinlich gerade besonders entnervt, weil ich mich mehrfach an dieses Monsterbrennesseln verbrannt habe - trotz der Handschuhe....
Liebe Grüße
Katharina

Kommentare:

  1. Ich verstehe Dich sehr gut. Als wir vor drei Jahren unser Haus gekauft haben, lag der Garten bereits seit ca. 10 Jahren brach. Löwenzahn, Winden und Co könnten völlig ungestört wachsen. Mit den Nachwehen Kämpfe ich noch heute. Vor allem die Masse an Löwenzahn und Winden macht mir das Leben schwer. Ich hätte oft und trotzdem werden gerade die Winden nicht weniger. Ich mag sie in den Beeten auch nicht.

    LG Kathrin

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    1. Oh ja, Winden sind im Grunde genommen nicht zu besiegen, aus dem kleinsten, finseligsten Wurzelstück treiben sie wieder aus. Ich kenne das Elend nur zu gut!

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  2. Ich kann das gut nachvollziehen, hab ich doch eine Nachbarin, die zweimal im Jahr radikal die Beete von Unkräutern befreit, dazwischen ab gar nichts macht. Und auch wenn sie dabei ist, wird Giersch nur oberflächlich entfernt....
    Als wir vor 13 Jahren hier einzogen war zur Navhbarsseite auch hier Girsch zwischen Sträuchern und deren Wurzeln. Ich hab das gut in den Griff bekommen, nur kommt's von der anderen Seite immer wieder rüber...
    Los eines Gärtners?
    LG Andrea

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    1. Vielleicht :-) Meine Nachbarn lassen den Giersch munter wachsen und jäten gar nicht. Ich versuche es gelassen zu sehen!

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  3. Liebe Katharina, auch wenn ich die Beikräuter akzeptiere, wenn´s zuviel wird, fliegen sie auch alle in den Gartensack und werden zur Kompostanlage gefahren. Ich finde auch die schöne Blumenwiese meines Nachbarn in Ordnung, - wenn es dann allerdings 1,20 m hoch ist und davon 1m über die Hangbefestigung steht, - will heißen, das "Kraut" hängt mir aus 2 Meter Höhe über unserem Gehweg und über dem Kopf, werde ich auch leicht nervös bis ärgerlich und kann kaum noch gelassen bleiben. Ich hatte die Schere schon öfters gedanklich in der Hand.... grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

    Liebe Katharina, ich habe in meinem alten Mondbuch kürzlich erst gelesen, das man am 18. Juni das Unkraut jäten soll und man dann lange Zeit Ruhe hat. Ich werde das heuer konsequent durchführen! Der Tag fällt auf einem Samstag und der Termin ist quasi schon gebongt.

    GVLG Bine

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    1. Dann werde ich mir den 18. Juni für den Großangriff vormerken ;-)

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