Samstag, 30. Januar 2016

Rosige Nachzucht

Ich habe schon einige Male davon gelesen, aber erst eine Gartensendung, auf die ich im Sommer zufällig stieß, hat mich zum Eigenversuch motiviert.
Da stand die Moderatorin der Sendung mit einer langstiligen, roten Rose in der Hand, die der Gartenexperte ihr ruckzuck aus der Hand nahm mit den ungefähren Worten: "Wenn Sie eine Rose oder einen Strauß geschenkt bekommen und die Sorte gefällt ihnen gut, können sie sich diese ganz einfach in den Garten holen...."
Und zack säbelte er die Blüte ab, schnitt das untere Ende nach und rupfte beherzt die meisten Blattpaare ab. Zurück blieb ein wenig attraktiver Stängel. Den sollte man nun einfach ins Beet setzen und fleißig gießen, damit er anwächst.


Also los zum Eigenversuch. Ich habe meine weiße "Petticoat" dafür ausgesucht und meine "Ghislaine des Feligónde". 


Zwei Triebe rausgeschnitten, Blüten ab, Blätter fast alle weg und an ein eher halbschattiges Plätzchen gepflanzt. Das war im Juli. 
Und dann hieß es warten, gießen, schauen, gießen, warten..... bis irgendwann ein erster zarter Blattaustrieb zu erkennen war.


So sieht meine Petticoatnachwuchs mittlerweile aus. Selbst Schnee und Eis scheint der kleine Kerl gut verkraftet zu haben, so dass ich mittlerweile guter Dinge bin, dass das Experiment gelingen wird.
Habt ihr euch auch schon mal an die Rosenvermehrung gewagt? Wie seid ihr vorgegangen?
Liebe Grüße
Katharina 


Donnerstag, 28. Januar 2016

Die warme Phase sorgt für kribbelnde Finger

Es ist schon verrückt. Letztes Wochenende hatten wir Schnee und Eis und mein Blick auf die Lage im Garten war völlig entspannt.
Die weiße Decke hat alles wunderbar eingehüllt, der Frühling schien fern wie nie.
Und nun das. Wir haben wieder zweistellige Plustemperaturen. Der Schnee ist über Nacht weggetaut und beim täglichen Gartenrundgang kam sogar im Steingarten ein unverwüstlicher Blüher zum Vorschein.


Selbst der Berg Schnee, der dieses tapfere Pflänzchen bedeckt und zur zeitweiligen Unsichtbarkeit verdammt hatte, konnte ihm nichts anhaben.
Ich glaube, dass es sich um Bergsandkraut (Arenaria Montana) handelt, das ich vor einige Monaten geschenkt bekam. Eigentlich sollte es erst ab April durchstarten, aber dieses Exemplar fühlt sich offensichtlich vom Winter zum Aufblühen verführt, so dass es als eines der wenigen Highlights glänzen kann. Vielleicht ein kluger Schachzug?
Und nun kribbelt es bei mir schon in den Fingern, wieder etwas im Garten zu tun. Von mir aus auch jäten - ganz egal was!
Nur ein erneuter Wintereinbruch vermag es mich zu aufzuhalten :-)
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 19. Januar 2016

Blau-gelbe Erleuchtung

Ich bin an sich kein großer Freund der Farbe Gelb im Beet. Am liebsten sehe ich sie noch in Form von Narzissen im Frühling, aber manchmal habe ich mich gefragt, ob es nur daran liegt, dass es keine rosafarbenen Narzissen gibt ;-)
Im restlichen Jahr kommen gelbe Stauden, Rosen oder Gehölze nur sehr sparsam vor.

Blau dagegen liebe ich sehr, zumindest bei den Stauden. Ich geben offen zu, dass ich ohne eine blaue Rose gut leben kann, auch wenn manche diese Farbe im Rosensortiment ersehnen.
Aber ansonsten kann Blau in allen Formen vorkommen; Kugeln, Rispen, Dolden... mir erscheint sie immer wunderbar!


Aber dann kam die Erkenntnis! Und sie kam mit einem Blick auf ein Foto. Auf diesem Foto war eine traumhaft schöne Prachtstaudenrabatte in einem niederländischen Garten zu sehen. Eine blau-gelbe Kombination. Und schlagartig ging sie mir nicht aus dem Kopf, dieses bezaubernde Zusammenspiel in Komplementärfarben.


Und nun sehe ich auf einmal: Blau gewinnt enorm an Ausstrahlung, wenn man Gelb hinzusetzt.


Und nun will ich in diesem Jahr auch ein blau-gelbes Experiment wagen und sehen, wie es in der Realität in unserem eigenen Garten aussieht. Dazu wird ein neues Beet angelegt und vorwiegend mit Einjährigen belegt. Die Zusammenstellung verrate ich euch bald, ich plane noch ein bißchen daran herum und wage mich an Neues.
Liebe Grüße
Katharina

Freitag, 15. Januar 2016

Frühlingsduft im Haus

Ich liebe Weihnachten. Und entsprechend liebe ich es dafür zu dekorieren. Natürlich ganz ohne jegliche Zurückhaltung. Mit Tannengrün, weißen Azaleen und Alpenveilchen, Christrosen und glitzernden Silberkugeln, Zapfen, Kristallen und und und.

Und nach Weihnachten liebe ich es, alles wieder wegzuräumen. Seltsam, oder?
Irgendwie bin ich dann froh, wenn alles wieder verpackt ist. Partiell mag ich die neue Leere, aber an der ein oder anderen Stelle wirkt doch alles ganz schön nackt.
Dann fange ich an, mich nach dem Frühjahr zu sehnen und schleppe Tulpen- und Narzissenbündel nach Hause und diverse Zwiebelgewächse.


Dann blüht es zumindest schon im Haus, während sich draußen der Winter austobt und noch die ein oder andere Überraschung bereithalten mag....


Liebe Grüße
Katharina

Montag, 11. Januar 2016

Die Verführung im Netz

Im Winter ist es in den Gärtnereien eher ruhig. Bei Eis und Schnee durch die Reihen zu laufen und sich Töpfe mit nicht erkennbaren Stauden anzuschauen (sofern Töpfe überhaupt vorhanden sind), ist eindeutig nur begrenzt attraktiv. Zumal der gefrorene Boden ohnehin nicht zum Pflanzen geeignet ist.

Aber es gibt ja noch andere Wege in den Möglichkeiten zu schwelgen!


Das Internet macht es möglich - und die vielen Online-Shops, in denen man Stauden, Sträucher, Bäume, Obstgehölze, Zwiebeln und Sämereien ordern kann. Jetzt bestellen, Lieferung im Frühjahr.


Ich liebe es abends gemütlich auf dem Sofa zu sitzen und ein wenig zu stöbern und Ideen zu sammeln. Mein geliebter Mann hat dafür eigens einen Röntgenblick entwickelt.
"Was machst du da eigentlich?"
Er fragt es nur, um es noch einmal mit eigenen Ohren zu hören. Er weiß es im Grunde schon.
Ich schwöre, dass er die Seite von Stauden Gaissmayer, wo ich liebend gern etwas bestelle, ohne hinzuschauen erkennt. Mit einem Blick auf die Rückseite des Notebooks.
Wie macht er das nur?


Liebe Grüße
Katharina

Freitag, 8. Januar 2016

Ein Schneemoment

Nun hat auch uns der Winter, pardon der Schnee, eingefangen. Zumindest für einen Tag, denn länger soll der weiße Zauber hier im hohen Norden nicht anhalten. Die Temperaturen sind heute morgen bereits ins Plus gekippt und draußen wirkt das Weiß leider schon feucht...


Und so genieße ich jetzt einfach den Moment.


... in dem alles klar und hell wirkt...


 und ich mir irgendwie einbilde, dass alle meine Pflänzchen gut zugedeckt sind.


 Liebe Grüße
 Katharina






Mittwoch, 6. Januar 2016

Pläne und Visionen

Beides habe ich am laufenden Band. Zur unbändigen Freude meines geliebten Mannes, der immer fürchterliches ahnt, wenn einer meiner Sätze beginnt mit:"Ich habe da so eine Idee..."
Ich kann in solchen Momenten sehen, wie ihm der Schweiß ausbricht und ein nervöses Flackern in seinen Augen erscheint.


Gott sei Dank erträgt er alles mit Humor.
Bleibt ihm etwas anderes übrig? Vermutlich nicht.


Hin und wieder überrascht er mich aber auch damit, dass er noch Änderungs- und Verbesserungsvorschläge hat. So zum Beispiel heute, als er anmerkte, dass ihm die Weggestaltung noch nicht einhundertprozentig zusagt. Die Einfassungssteine direkt hinter dem Haus gefallen ihm nicht, es ist zu uneinheitlich, die Wege zu schmal, das kann so einfach nicht bleiben.
Und wir brauchen noch ein paar große Töpfe oder Zinkwannen an der Hauswand. Häh?


Wie käme ich dazu, ihm da zu widersprechen? Wir brauchen noch ein paar große Töpfe, die ich bepflanzen darf? Jippieeeeh!!! Da kann ich wochenlang drüber brüten und Pflanzen sondieren - welch eine Freude :-)
Liebe Grüße
Katharina




Montag, 4. Januar 2016

Wann wird es wieder besser?

Mein Mann leidet im Winter. Er hasst die Dunkelheit, es ist ihm zu kalt, zu ungemütlich, zu trist und und und... Und in dieser winterlich-pessimistischen Stimmung merkte er gestern an: "Weißt du wie viele Wochen es noch dauern wird, bis es endlich wieder besser wird? Mindestens noch 16 Wochen!"


Ich: "Waaaas? 16 Wochen? Vielleicht noch 8 Wochen oder so! Dann blühen doch schon die Schneeglöckchen, die Krokusse, das Lungenkraut, dann kommen gleich schon die Narzissen, die Frühlingsanemonen...."


Mein Mann hat mich nur verständnislos angesehen. Wahrscheinlich ist ihm mal wieder aufgefallen, dass seine Frau ein wenig durchgeknallt ist....


Aber was soll`s! Ich bin halt Optimist!
Liebe Grüße
Katharina