Donnerstag, 30. Juni 2016

Schönes aus der Samentüte

Nach dem himmelblauen Natternkopf darf ich euch auf keinen Fall den tollen Papaver paeoniflorum vorenthalten. Ich kannte ihn bis zum letzten Jahr überhaupt nicht, sondern nur Papaver orientalis und Papaver somniferum.
Aber bei den auffälligen Erscheinungen möchte ich ihn in Zukunft auch nicht missen!


Purple Pöony
 Ist sie nicht tatsächlich so herrlich gerüscht, wie ihr Name als Päonien-Mohn andeutet?


Applegreen


 Etwas dezenter kommt die Algiermalve daher mit ihrer nostalgischen Anmutung.

Sie wird ungefähr eine Meter hoch und ist pflegeleicht - Malvenrost bekommt sie erfreulicherweise nicht.


Vielleicht ist auch für euch eine Idee dabei?
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 28. Juni 2016

Namen sind Schall und Raum - manchmal ist das gut so!

Denn wer bitteschön ist nur auf die Idee gekommen eine Sommerblume als Natternkopf zu bezeichnen? Und das, wo ich Schlangen so wenig sympathisch finde!
Und wenn ich mir meine Gruppe des Natternkopfs so anschaue, kann ich irgendwie auch nicht deuten, wie diese himmelblau strahlenden Blüten zu diesem Namen gekommen sind.
Ihr etwa?


Natternkopf (Echium Plantagineum)
Ich hatte das Saatgut dieser Sorte mit dem Namen "Blue Beddar" bei Keimzeit bestellt und bin begeistert von der Einjährigen. Sie ist ein echter Bienenanziehungspunkt und blüht in einem tollen Blauton, während die Knospen noch Rosa sind.  



Sie blüht reichlich und soll das noch bis September tun, die Aussaat war denkbar leicht - einfach im März direkt ins Beet, Wasser benötigt sie kaum.
Vielleicht habt ihr im nächsten Jahr eine Lücke für ein wenig Himmelblau? 
Liebe Grüße
Katharina

Samstag, 25. Juni 2016

Eine Liebesbeziehung - Rosen und Clematis

Es ist eigentlich eine alte Weisheit, dass Rosen und Clematis zusammen ein zauberhaftes Paar abgegeben. Aber warum immer nach neuen Ideen streben, wenn ein zeitloser Klassiker einfach perfekt ist?


Meine Lieblingskombination dieser Tage sind Ghislaine de Féligonde und Etoile Violette, die als Paar jeweils zu jeder Seite unseres großen Rosenbogens gepflanzt sind.


Die zart changierenden Nuancen von Ghislaine de Féligonde, die zwischen zartem Gelb, Apricot und Weiß wechseln, bilden einen tollen Kontrast zu dem intensiven, dunklen Lila der Clematis.


Das motiviert mich ungemein, an unserem Rosenbogen am Eingang, wo die weiße
Guirlande d´Amour wächst, eine Clematis zu ergänzen. Habt ihr vielleicht eine Empfehlung?


Liebe Grüße
Katharina

Donnerstag, 23. Juni 2016

Männliche Gartenansichten

Wir waren am vergangenen Sonntag unterwegs, um uns im Rahmen des "Offenen Gartens" ein paar grüne Oasen anzuschauen. Ich liebe das!
Haufenweise grüne Inspiration und Gärten, die einfach auch manchmal ganz anders sind, als der eigene. 
Mann, Kind und Hund sind brav mitgekommen, mein Zwerg hat entweder seine Sportkarre selbst geschoben oder auch mal an den Blumen geschnuppert, das mag er sehr :-)
Wir sind in den ersten Garten gegangen - einen fantastischen Rosengarten, von dem ich euch demnächst noch Bilder zeigen werde - und mein Mann sagte spontan: "Gott sei Dank, der Rasen hier ist kein Stück besser als unserer! Und schau mal da, die haben auch eine Schmuddelecke. Also hier gefällt es mir richtig gut!"
?????
Seit wann sind das Gründe für Begeisterungsstürme???



Ich war hin und weg von den abertausend Rosen, den leuchtend blauen Ritterspornen und Pavillons.... aber von einem unkrautdurchsetzten Rasen?



Für meinen Mann war der Anblick eine Erleichterung. Nicht nur er kämpft wie ein Löwe und leider häufig zwecklos gegen Klee und Hahnenfuß, es geht anderen auch nicht besser.


Wir haben auf unserem Rasen schon Saat für ungefähr drei Hektar Land ausgeworfen, haben immer wieder verunkrautete Stellen ausgestochen und haben dem Grün die teuersten Düngerkuren zukommen lassen, trotzdem scheint sich das Unkraut pudelwohl zu fühlen. 


Und Schmuddelecken? Wer hat die nicht? Mein ordnungsliebender Gatte findet sich manchmal schwer damit ab, dass man nicht immer alles perfekt haben kann, dass es halt Bereiche und kleine Ecken gibt, wo es auch mal nach dem laissez-faire-Prinzip zugeht. Und es erleichtert ihn zutiefst, dass er nicht der einzige Mensch auf der Welt ist, der damit leben muss!
Wie ist es bei euch? 
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 21. Juni 2016

Mein neuer `Happy Place´

Ich habe bereits an Himmelfahrt ein tolles Geschenk bekommen, ganz ohne Geburtstag zu haben. Mein Vater hat aus den tiefen seines riesigen Kellers eine Bank befördert, die nicht mehr gebraucht wurde. Eine fast nagelneue, wunderschöne, perfekt in unseren Garten passende Bank - hurra!!!!



Nun hat sie den Platz gefunden, der geradezu auf sie zu warten schien - am Ende meines Senkgartens. Dort hat bislang nur ein kleiner Metallstuhl gestanden - jetzt kann ich endlich richtig bequem sitzen, meine Rosen genießen und vielleicht sogar mal in einem Buch blättern. Na ja, möglicherweise, wenn es mir denn einmal gelingt die Arbeit zu übersehen...



Aber zumindest ein paar  Minuten pausieren geht immer an dieser Stelle!



Im Winter steht die Kiesfläche immer komplett unter Wasser, dann ist aus dem Miniteich an der Seite ruckzuck ein großer Teich geworden.






Doch zur Zeit schwelge ich hier nur in Rosen - Rosenstadt Freising, Escimo, New Look, Aphrodite Novalis, Petticoat und ganz neu Schneekoppe verschönern die Aussicht - und es summt und brummt in einem fort!





Vor allem die Katzenminze erfreut sich bei Bienen und Hummeln großer Beliebtheit.





In diesem Sinne wünsche ich euch weiterhin rosige Tage an eurem ganz speziellen Happy Place!
Liebe Grüße
Katharina

Samstag, 18. Juni 2016

Taglilien - einfach unspektakulär?

An meinem Bachlauf wachsen unterschiedliche Exemplare der Hemerocallis  - kombiniert mit Iris und etwas Frauenmantel - und ich mag sie sehr. Nun haben wir das Ufer erweitert und ich wollte noch ein paar weitere Taglilien pflanzen.
Also ab zur Gärtnerei - wie schön!
Da habe ich erstmal lange gesucht und geschaut - keine Hemerocallis weit und breit. ich war verwirrt. Oder sind etwa alle samt und sonders ausverkauft, oh Schreck?!!


Also fragte ich nach. Und die Antwort war: "Taglilien? Sind wahrscheinlich gar nicht da. Die sind einfach nicht so gefragt, die machen nicht so viel her. Und dieses Laub ist ja auch nicht so toll..."


Ich war platt. Machen nicht viel her? Echt nicht? Bin ich so geschmacksverirrt oder was ist hier los?


Wie seht ihr das?
Liebe Grüße
Katharina

Donnerstag, 16. Juni 2016

Langsam wird es blaugelb - und verständnislose Blicke

Ihr erinnert euch noch dunkel an mein blaugelbes Beet? Diese Vision dunkler Wintertage? Ich arbeite seit Wochen fleißig daran und einen guten Sprung nach vorne hat das ganze durch einen sehr netten Gärtnereigutschein von meinem Papa zu meinem Geburtstag im Mai gemacht.
Also bin ich vor ein paar Tagen allein losgezogen (Kind blieb beim Lieblingsgatten daheim, dem Himmel sei Dank, ein rasender, randalierender Einjähriger ist keine ideale Begleitung!).
Und dann bin ich kreuz und quer durch die Tischreihen gelaufen, immer auf der Suche nach Blau und Gelb.



Hier und da wanderte etwas in meinen Einkaufswagen bis ich bei den Phloxen hängenblieb mit der Frage, wie Blau muss Blau sein? Kann ich einen Stich ins Lila noch als Blau akzeptieren? Ich habe letztlich nach längerer Suche drei Phloxe in der Hand gehabt; Amethyst, Uspech und noch eine weitere Sorte. 
Und da der Chef der Gärtnerei meine schwerwiegenden Überlegungen erkannte und mich ansprach, erzählte ich davon, dass ich ein blaugelbes Beet anlege.

Er hat einfach kein Wort gesagt. Der Blick sprach Bände. Er sah eine arme Irre vor sich, die nicht einfach nur zufrieden ist, irgendwas Nettes ins Beet zu pflanzen, nein! Es müsse auch noch blaue und gelbe Exemplare sein!


Vorne Frauenmantel, dahinter Salbei "Ostfriesland", dann Mädchenauge und im Hintergrund  Klebriges Bienenbrot
Dabei wäre es für ihn ein Leichtes gewesen, mir noch das ein oder andere zu verkaufen, wenn er denn ein Wort gesprochen hätte. 



So habe ich mich selbst durchgesucht und habe unter anderem doch eine Rose gekauft - ich wollte vorher natürlich auf gar keinen Fall eine weitere haben!
Was soll`s! "Lichtkönigin Lucia" hatte so ein schönes Gelb, es war quasi höhere Gewalt und ich machtlos....



Und habe ich nicht schon haufenweise Lupinen? Natürlich! Aber keine in Gelb!

So arbeite ich mich voran - mit den sozusagen beinahe blauen Phloxen und noch einigen anderen Kandidaten. Ich werde euch bildlich auf dem laufenden halten  ;-)

Islandmohn

Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 14. Juni 2016

Nostalgische Schönheiten

Es ist Rosenzeit, was soll man noch mehr sagen? Vielleicht nur, dass hier Duftinternet wünschenswert wäre! Warum ist das noch nicht möglich, bei all den technischen Neuerungen dieser Welt?


Gerade bei den "Englischen Rosen" und den "Historischen Rosen" sollte man zweimal schnuppern.... hmmmm....






Rosige Tage und liebe Grüße,
Katharina

Freitag, 10. Juni 2016

Unverwüstliche Nebendarsteller an schwieriger Stelle

Mein Senkgarten ist im Winter ein Alptraum, vor allem im Monat Februar, wenn es statt Schnee endlos andauernden Regen gibt. Dann ist der Teil unten rechts ständig überschwemmt. Selbst nicht überschwemmt ist diese Stelle schwierig, der Boden ist hart und lehmig, quasi kaum zu bearbeiten. Blutweiderich, Akelein und Wasserdost stört das nicht, die gedeihen prima, die höher gelegenen Astilben betrifft die Nässe nicht mehr so.



Aber noch mehr Blutweiderich geht für mich nicht mehr, ich mag ihn, aber die Gruppe ist für mich groß genug. 
Andere haben den letzten Winter aber leider nicht überlebt, einige Herbstanemonen und Prachtstorchschnabel haben das Handtuch geworfen. Tapfer durchgehalten haben hingegen einige der "Nebendarsteller", die unverwüstlich die nassen Füße und die kalten Temperaturen an selbigen ertragen haben.


Die weißen Jakobsleitern haben wochenlang in einer Pfütze gestanden - und tada! Sie haben sich davon nicht aufhalten lassen!

Polemonium Caeruleum "Album"
Und was wäre ich ohne die Dreimasterblume? Sie gibt gerade ein fröhliches Comeback!


Es sind nicht die Auffälligen, die Stars, die Hingucker im Beet. Sie sind dezenter in ihrem Auftritt, man muss schon genauer hinschauen. Aber vor allem sind sie keine Diven, die gleich das Handtuch werfen und abhauen, wenn es mal ungemütlich wird. 
Deshalb habe ich gerade aufgestockt - ab sofort wohnen direkt nebenan die Polemonium Hybride "Lambrook Mauve" (eine rosa Variante) und Tradescantia x andersoniana "Bilberry Ice" in Weiß und Lila. 
Ich hoffe, sie werden sich wohlfühlen - auch mit winternassen Füßen ;-)
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 7. Juni 2016

Über den Gartenzaun

... muss der geneigte Spaziergänger oder Radfahrer nicht bei uns gucken. Unser Vorgarten ist durch die große Einfahrt gut einzusehen und ich bin auch nicht böse, wenn jemand einen Schritt näher kommt. Sonst hat ja nur der Postbote seine Freude an der Pfingstrosenblühte ;-)


Die Pfingstrosen vergnügen sich mit den schlanken Ähren der Lupinen und dem eleganten,weißen Allium nigrum, das gerade bei mir zu blühen beginnt.





Es gibt weiße, zartrose und auch knallig pinke Pfingstrosensorten. Ich habe es noch nicht geschafft, sie zu zählen, aber so 25-30 Stück werden es wohl sein.


Ich könnte den ganzen Juni einfach nur hier sitzen und schauen. Und vielleicht riechen!


Was braucht man noch zum Glücklichsein?




Das einzige, was mir zur Zeit fehlt, ist tatsächlich der Regen. Ich mag es eigentlich gar nicht sagen, nachdem so viele von euch eher unter einem Zuviel gelitten haben, aber hier kommt kein Tropfen, dafür brennt die Sonne vom Himmel. Ein kleiner, besser noch ein größerer Schauer wäre schön...
Wie sieht es bei euch aus?
Liebe Grüße
Katharina