Donnerstag, 27. Oktober 2016

Heckenwechsel und steinschwere Arbeit

Ich erinnere mich noch gut an die erste Besichtigung unseres Hauses. Abgesehen von vielen Fürchterlichkeiten im Inneren und Äußeren war der erste Eindruck eine Thujahecke zur Straße hin, die auf einem Steinwall thronte. Mein Mann sah sie an und sagte: "Sollten wir dieses Haus tatsächlich kaufen, muss diese Hecke weg. Die erinnert mich an Friedhof". 
Da wollte ich auf keinen Fall widersprechen ;-)
Zudem haben wir vor einigen Monaten einen interessanten Artikel gelesen (die liebe Gartenbotschafterin hat darüber berichtet), dass in einer solchen Hecke kein Lebewesen wohnt - es ist quasi tote Zone. So etwas wollen wir im Garten nicht!
Gedauert hat es drei Jahre, bis wir endlich soweit waren, die Hecke anzugehen, die Herbstferien waren ein geeigneter Anlass.


Hier seht ihr dann die Ausgangslage. Mein Mann hat das Beschneiden in diesem Jahr schlicht verweigert. Wenn es raus soll, dann muss es vorher nicht mehr hübsch sein ;-)


Das einzig erfreuliche an den Dingern ist die Tatsache, dass es Flachwurzler sind und das Ausbuddeln eine einfache Geschichte wurde.


Es waren ungefähr 25 Stück, die dann auch dem Laster landeten. Mein Vater hat das ganze weggebracht.





Dann hat es meinen Mann hart getroffen, denn nachdem die Hecke von der Natursteinmauer runter war, zeigte sich erst, wie krumm und schief diese geworden war.


Mein Vater, der Perfektionist, hat sofort gesagt: "Das geht so nicht. Das ist nicht schön. Ihr wollt doch keine halben Sachen machen, oder?"



Wie soll man da "nein" sagen? Es blieb also nichts anderes übrig, als alles mühsam zu begradigen (ein Kran hat ein besonders schweres Exemplar gerichtet), den Rest hat mein Mann mit Muskelkraft erledigt.


Jetzt sieht es wieder gut aus :-)
Am Ende seht ihr hier noch einen neuen Steingarten, denn irgendwie blieben diverse Steine übrig und mein Mann hatte spontan die Idee, sie so zu nutzen. Nur ein bißchen mehr Bepflanzung fehlt noch, aber das kann bis zum Frühjahr warten. Ihr seht, ich kann mich auch zusammenreißen. 


Unser Labrador "Fiete" beobachtet alles von der anderen Zaunseite aus. Der hässliche Wildzaun wurde nämlich durch einen besser aussehenden Staketenzaun ersetzt, den wir anderweitig schon verwendet haben.


Nun sind die neuen Sträucher gepflanzt (verschiedene Weigelien, Deutzien, Philadelphus, Zierquitte, Spireae, Fingerstrauch, Kolkwitzie, Hibiskus), alles blühende Modelle, die hoffentlich jede Menge Insekten glücklich machen werden! Dazwischen habe ich armenischen Storchschnabel gesetzt, damit das Unkraut im nächsten Jahr in Schach gehalten wird. Ich freue mich darauf - und gieße nun fleißig!
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 25. Oktober 2016

Ein Hauch von Sonne und viel zu tun im Garten!

Endlich hat der Oktober auch hier ein Einsehen und die Sonne lässt sich mal wieder blicken! Ich hatte sie schon fast aufgegeben und dachte, sie würde sich vor April nicht mehr sehen lassen ;-)
Trotzdem schreitet der Herbst munter voran - die Dahlien strahlen noch mal richtig, bevor die ersten Fröste die Winterruhe einläuten. 
                                                  

Die verschiedenen Astern und auch die ersten Chrysanthemen blühen, wobei letztere sich noch zurückhalten.


Gräser mag ich besonders gern dazu, man sieht`s!


Auch die Einjährigen lassen es vor dem Winter nochmal krachen und blühen, was das Zeug hält...



Natürlich haben sich bei uns noch "mal eben"ein paar Projekte ergeben, im nächsten Post berichte ich mehr.
Bis dahin liebe Grüße
Katharina


Sonntag, 16. Oktober 2016

Novembergrau im goldenen Oktober

Hallo ihr Lieben, ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht, aber im Norden zeigt sich der Himmel in allen Schattierungen der Trendfarbe Grau. Leider ist Grau nicht so meine Farbe, schon gar nicht am Himmel. Und zur Gartenarbeit regt sich auch nicht gerade an- vor allem, wenn es aus den düsteren Wolkenmassen noch tüchtig regnet und ein kräftiger Wind dazu bläst.
Der goldene Oktober lässt sich hoffentlich noch mal blicken, so habe ich zumindest eine Wolkenlücke erwischt, um einmal die Herbstfarben in den Beeten einzufangen. Die sind deutlich kräftiger geraten ;-)


Es leuchten die gelben Dahlien....


... Birnen und Äpfel zieren erntereif die Bäume...


.... der Mehlsalbei blüht seit Monaten in strahlendem Blau - eine echte Empfehlung unter den Einjährigen....


...meine "falschen", roten Zinnien sind noch immer blühfreudig und voller Knopsen...


...Bornholmer Margerite mischt sich mit Kapuzinerkresse, die sich überall selbst ausgesät hat.


Manchmal scheint sie überhand zu nehmen, aber jetzt bin ich dankbar für ihre leuchtenden Blüten - gestern sind ein paar auf meinem Schokoladenkuchen gelandet, das sah wirklich gut aus :-)
Habt ihr ein paar sonnige Momente oder geht es euch wie mir, dass  man kaum Gelegenheit hat, den Garten zu genießen?
Liebe Grüße
Katharina

Freitag, 7. Oktober 2016

Himmelblau

Nein, es ist nicht der Himmel über mir. Der ist leider in allen Schattierungen von Grau zu sehen, mit etwas Wohlwollen kann ich auch Dunkelweiß erkennen ;-)
Hier ist einzig und allein diese Blüte Himmelblau!


Meine Prunkwinde hat mich monatelang schmoren lassen, sie war kümmerlich, zögerlich, in der falschen Richtung unterwegs, wollte die Leiter nicht rauf klettern, sondern am Boden entlang robben. Ich dachte schon, es wird nichts mit uns beiden! Aber nun strahlt sie an den Sprossen der Leiter - braves Kind!
Ist euch sowas auch schon passiert?
Liebe Grüße
Katharina

Montag, 3. Oktober 2016

Ich in Abendstimmung

Es gibt besondere Tageszeiten im Garten. Das erste Morgenlicht, das erste Erwachen eines neuen Tages, die Ruhe vor dem täglichen Tun.
Und den Ausklang, das letzte Licht, die Ruhe nach dem Tagesgeschäft. Momente der Contemplation?


Ich liebe diese abendliche Runde durch den Garten, das besondere Licht... 


...gerade im Oktober scheint es geheimnisvoller zu sein, sanfter irgendwie.


So ungewöhnlich wie die blauen Astern, die im letzten Tageslicht magisch aussehen mir ihrem dunklen Laub.


Auch das gestreifte Gras scheint ganz anders zur Geltung zu kommen als noch in der Hitze und Helligkeit des Hochsommers.


Wann ist eure liebste Zeit für einen Gartenrundgang?
Liebe Grüße
Katharina