Samstag, 27. Mai 2017

Das darf man keinem erzählen

Das darf man wirklich keinem erzählen. Ich hoffe an dieser Stelle inständig, dass mein allerliebster Ehemann diesen Post nicht liest. Ich kann es ja mit Humor nehmen, aber er würde tagelang über mich den Kopf schütteln und ich müsste es mir womöglich ewig lange anhören und das will ich wirklich nicht.


Ich habe vor ein paar Wochen ein paar Stauden bestellt, bei meinem allerliebsten Versand, Stauden Gaissmayer. Heute morgen wollte ich sie dann einsetzen, meine fünf Thalictrum delavayi, die zauberhafte, filigrane chinesische Wiesenraute. Selbstverständlich war ganz klar, für welchen Platz sie gedacht waren, für das rechte Beet im Senkgarten.
Hier könnt ihr es sehen...


Wie ihr unzweifelhaft feststellen könnt (und ich leider auch) in dem Beet ist überhaupt kein Platz mehr. Also wirklich gar keiner. Vor drei Wochen sahen die Herbstanemonen noch etwas kompakter aus und ich habe offenkundig erfolgreich verdrängt, dass dies mitnichten so bleiben wird!
Und dann hatte ich auch noch einen bestimmten Platz im Auge, ich stellte mir die Wieseraute mit ihrem zarten Violett ganz wunderbar zur ebenfalls ganz zart violetten Rosa rugosa "Schneekoppe" vor. Ganz ehrlich, ich fand die Idee geradezu brilliant... 


Also versuchte ich verzweifelt, irgendwo noch ein wenig Platz neben ihr zu finden und was habe ich das gesehen? Den fröhlichen Austrieb zweier Wiesenrauten!!! 
Ganz offensichtlich hatte ich bereits im letzten Jahr diese wunderbare Idee.... ich habe so gelacht, über mich selbst. Denn das Ende vom Lied war natürlich, dass ich mit fünf Pötten durch den Garten gelaufen bin und verzweifelt nach einem geeigneten Platz gesucht habe - in all meinen vollen Beeten!
Letztlich sind zwei Exemplare in der hinteren Reihe meiner Hochsommerrabatte gelandet. Phlox und Wiesenraute - warum nicht?


Und dann habe ich mich über mein eigenes Farbkonzept hinweggesetzt und die verbliebenen drei Exemplare in mein weiß-gelbes Beet gesetzt (mir blieb wirklich keine Wahl), das habe ich in diesem Jahr neu angelegt und mit ein bisschen guten Willen ließ sich da noch eine Ecke finde ;-)
Ist euch auch schon mal etwas ähnliches passiert? Oder bin ich der einzige Narr?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 24. Mai 2017

Die Zeit der unverzichtbaren Nebendarsteller - der Storchschnabel

Passend für alle Plätze und alle Gelegenheiten - quasi das kleine Schwarze für den Garten. Mal mag er es schattig, mal sonnig, mal trocken, mal feucht, je nach Art...
Bei mir ist er in vielen Varianten vertreten, botanisch  wird er Geranium genannt, bei uns ist er als Storchschnabel geläufig. Und jetzt fängt seine Zeit im Garten an.
Diese zarten Blüten sieht man bei uns auf der rechten Seite des Senkgartens, die im Winter gern überschwemmt wird, wenn statt Schnee mal wieder endloses Regenwetter angesagt ist.
Geranium maculatum "Vickyie Lynn"
 Im Halbschatten habe ich zwei Bereiche für die besonders hohe Schönheit, die den Gierschbewuchs von den Nachbarn erfolgreich zurückhält ;-)

Geranium phaeum "Lily Lovell"
Spessart findet sich an mehreren Stellen im Garten und ist wirklich extrem anspruchslos, kommt in Sonne und Halbschatten gut zurecht.

Geranium macrorrhizum "Spessart"
Diese blaue Schönheit habe ich geschenkt bekommen, deshalb kenne ich ihren Namen nicht, aber sie dient vorwiegend als Randbepflanzung in meinem Hochsommerbeet.


Und so sieht es auf der rechten Mauer meines Senkgartens aus - und überall summt und brummt es dort vergnügt! 

Geranium macrorrhizum "Bevan"


In ein paar Tagen kommt ein "Neuer" zum Club dazu, den ich Euch sicher zeigen werde. Wie sieht es mit eurer Geranium-Sammlung aus?
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 23. Mai 2017

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Es ist so, wie man es sich in seinen Sommerträumen wünscht; blauer Himmel, Windstille und herrlich warme Temperaturen, so dass nur noch wenig Kleidung von Nöten ist - meine Jacke habe ich schon seit Tagen nicht mehr gesehen!
Endlich schlagen auch die Kugelbäume aus, hier die Kugelrobinien am Durchgang zum Senkgarten.



Ich bin immer erleichtert, wenn es endlich soweit ist, vor allem bei den Trompetenbäumen in der Hochsommerrabatte. Es dauert immer bis Ende Mai, bis überhaupt ein paar Blattknospen zu sehen sind, so dass ich vorher jedes Mal befürchte, die beiden seien eingegangen!


Hosta "June"

Nur für unseren vierbeinigen Hausbewohner "Fiete" ist es fast schon zu warm, kein Wunder, so als Pelzträger!


Überall sieht man jetzt lilafarbene Kugeln im Beet, bald werden die weißen folgen.




Clematis montana "Rubens"

Hier könnt ihr sehen, wie es auf unserer Obstbaumwiese nach der Narzissenblüte aussieht, recht kahl! Mein Mann hat das Gras gemäht, die Grasnarbe rausgenommen, Blumenerde aufgeschüttet und Wiesenblumensaat verteilt. Jetzt heißt es reichlich sprengen und das beste hoffen! Die "Inseln", die auf den Quadraten verblieben sind, bestehen aus Lupinen und Margeriten, die ich im letzten Jahr dorthin gesetzt habe, die haben natürlich Bleiberecht :-)



Ich wünsche Euch allen eine herrlichen Tag!
Liebe Grüße
Katharina

Sonntag, 21. Mai 2017

Einfach mal die Füße hochlegen

und genießen natürlich!


Das Leben am Sonntag hat doch seine entspannten Momente, selbst mit einem zweijährigen Hummeln-im-Hintern-Sohn, der alle paar Sekunden eine neue Idee hat, die Mami potentiell nicht ganz ideal findet ;-)


Vor allem das Sachen-in-den-Teich-werfen-Spiel ist schwer angesagt, obwohl es von den Eltern strengstens untersagt wurde. 
"Nein, keine Steine in den Teich schubsen!"
"Nein, keine Harke reinwerfen!"
"Nein, lass den Hocker stehen, niiiiicht den Hocker!!!"


Eltern verstehen halt nichts von den Dingen, die wirklich Spaß machen. Die wollen immer solche Sachen wie Schaukeln, Buddeln, Rutschen, Basteln....


Komischerweise fürchtet das Randalekind sich aber vor allzu lauten Fröschen. Anschauen gern mal, aber lautes Quaken? Da saust er auch schon mal unter den Terrassentisch und verkündet: "Den Frosch mag ich gar nicht so gern leiden". 



Nichtsdestotrotz ist Fröschebeobachten doch irgendwie eine spannende Sache und hält ihn zumindest kurzzeitig von anderen Dingen ab. Bis ihm einfällt, dass er doch noch etwas umbauen könnte, was Papa gerade fertiggestellt hat.


Und dann setzt der kleine Mann sein charmantestes Lächeln auf und Mamas Ärger über schwimmende Hocker schmilzt in der Sonne dahin....


Ich wünsche Euch einen herrlichen, sonnigen Sonntag!
Liebe Grüße
Katharina

Samstag, 20. Mai 2017

Von Tänzern und Vagabunden

Denn für beide habe ich ein Herz, für jene, die überraschend überall auftauchen können, ganz plötzlich, unerwartet und manchmal lange unbemerkt. Und dann zeigen sie ihre zarten Blüten, filigran, gern in überraschenden Nuancen und wer wollte ihnen dann ihr Erscheinen verübeln, während sie ihr Tänzchen im Beet aufführen?


 Nachtviolen und Akeleien tummeln sich bei mir in verschiedenen Beeten, meistens ohne dass ich dabei einen Anteil gehabt hätte.


Und dabei ergeben sich bei den Akeleien immer wieder neue Farbkombinationen und Schattierungen.



Die Nachtviolen machen sich aber auch ausnehmend gut aus in Gesellschaft spätblühender Tulpen. Im Hintergrund fangen die Spiersträucher an zu blühen.




"Green Apples" ist eine Besonderheit, fängt sie nämlich ihrem Namen gemäß tatsächlich an "grün" zu blühen, um mit der Zeit in ein zartes Weiß zu wechseln.


Dürfen sich bei euch die Akeleien auch ein wenig austoben oder haltet ihr die Bande im Zaum?
Liebe Grüße
Katharina 

Mittwoch, 17. Mai 2017

Nach dem großen Regen

Den ganzen gestrigen Tag hat es unaufhörlich geregnet - ein Phänomen, welches wir an der See selten erleben. meistens gibt es einen kurzen Schauer und dann war`s das. Gestern hat es bis zum Abend hin einfach nicht aufgehört, ohne Pausen. Aber letztlich konnte ich um acht noch einmal eine Runde durch den Garten schlendern, mal ohne Schere und ohne Eimer, ganz einfach zum Vergnügen. Und ich habe nur ein oder zwei Grasbüschel aus den Beeten gerupft, die ich dann doch einfach nicht übersehen konnte. Vielleicht waren es auch drei oder vier....


Im Rosengarten habe ich viele spätblühende Tulpen in zarten Weiß- und Rosenuancen, die nun alle ihre grazilen Köpfe elegant zur Seite neigen. 


Den kleineren Blütenköpfen, wie denen der Lithodora im blau-gelben Beet, macht der Regen weniger aus.


Ich liebe Hasenglöckchen in allen Farben, aber gerade die Mischung aus weißen und rosa Exemplaren finde ich zauberhaft, wie sie hier unter einer Strauchrose stehen. Im Hintergrund sieht man schon die kräftig gewachsene Katzenminze, die zur Rosenblütenzeit wieder den charmanten Rosenkavalier gibt.


Im blau-gelben Beet leuchtet jetzt eine hellblaue Sorte von Camassia, im Vordergrund sieht man abwechselnd Alchemilla mollis, Geranium und frischgrüne Kamille, die sich großzügigst aussät.  




Am Bachlauf werden die kleinen dunkelblauen Iris nana nun von ihren großen, himmelblauen Schwestern begleitet, aber ich denke, in ein paar Tagen werden auch die anderen Sorten aufblühen und das ganze Bild etwas bunter gestalten. 


Heute soll nun wieder die Sonne scheinen, ich bin gespannt. 
Hat es bei euch auch so kräftige Regenfälle gegeben?
Liebe Grüße
Katharina

Samstag, 13. Mai 2017

Der Mai von seiner schönen Seite

Endlich scheint sie mal und die Temperaturen hier sind zweistellig - unglaublich! Es hat bis Mitte Mai gedauert, bis der Frühling sich von seine berühmten Seite präsentiert!
Aber besser jetzt als überhaupt nicht mehr und so habe ich auch den Eindruck, dass die Natur langsam an fahrt aufnimmt, die Beet werden dichter, die Sämlinge schießen in die Höhe und ich kann heute Abend hoffentlich die letzten vorgezogen Salbeipflänzchen nach draußen setzen.


Am Teich treibt zwar alles kräftig aus, aber dennoch sieht es noch verhältnismäßig nackt aus ohne die hohen Gräser. Aber das wird ja noch.
zumindest hat man so eine überraschend weite Sicht ;-)

Bald werden die nächsten Iris anfangen zu blühen, dann wird der Bachlauf richtig bunt. Ich werde es euch sicher zeigen....


Und hier zeige ich euch mal eine für mich eher ungewöhnliche Farbe - Rot! Keine Sorge, ich habe meine Haltung nicht geändert, es waren Geschenke. Aber schön sind sie doch.


Wie sehen eure Pläne für das Wochenende aus?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 10. Mai 2017

Farbenkraft

Ja, eigentlich gehöre ich eindeutig zu den Pastellliebhabern, den Freunden der sanften Nuancen, sowohl bei unseren Möbeln als auch bei den Pflanzen.
Aber im Frühjahr darf es ruhig auch mal krachen - vielleicht nicht überall im Garten, aber doch in einzelnen Beeten. 
Im Herbst habe ich die Hochsommerrabatte für einen intensiveren Farbrausch ausersehen.
Im Sommer sind es vor allem Phloxe und Rosen, die hier dominieren...



....jetzt sind es diese Töne!







Bald werden wieder andere das Zepter übernehmen, aber noch genieße ich diesen herrlich leuchtenden Farbklecks, der mein Auge magisch zu sich zieht. Und das, wo ich Orange sonst so gar nicht mg - verrückt!

Darf es bei euch im Frühjahr auch ein bisschen "knallen" im Beet?
Liebe Grüße
Katharina