Sonntag, 23. April 2017

Art, craft and science

Was macht die Faszination des Gärtnerns eigentlich aus? 
Was motiviert uns trotz aller auftretenden Widrigkeiten und Rückschläge, die viele jetzt gerade durch die schlimmen Frostnächte verkraften mussten, weiterzumachen? 
Warum macht Gärtnern glücklich? 
Eine Frage, auf die es eine Vielzahl von Antworten geben kann. 
Ich könnte prinzipiell einen endlosen Vortrag dazu halten. Quasi spontan und aus dem Stehgreif. Dazu müsste man allerdings mächtig viel Zeit mitbringen.



Eine Antwort in wenigen Worten habe ich kürzlich auf dem wunderbaren, englischen Gartenblog von Noel gefunden.
Er bezeichnete das Gärtnern als eine Mischung aus "art, craft und science", also "Kunst, Handwerk und Wissenschaft".


Und für mich trifft es das genau, weil ich alle drei Bereiche gleichermaßen liebe. Zum einen das Kreative, Künstlerische, das Malen und Gestalten mit Pflanzen in ihren verschiedenen Wuchsformen, Höhen und Farben.
Dann das ganze praktische Arbeiten draußen, mit den Händen. Graben, jäten, vermehren, umsetzen...
Und letztlich die Beschäftigung des Kopfes mit den verschiedenen Aspekten (über die mein Mann sich so herzlich amüsieren kann). An fabelhafter Lektüre zur Weiterbildung mangelt es ja wahrlich nicht! Und ich kann ein bißchen Spott ertragen, wenn mein geliebter Mann sich wundert, warum ich so einen dicken Wälzer über die Geschichte der Gartenkultur lesen möchte.


Würdet ihr der Definition des Gärtnerns so zustimmen?
Ich habe die letzten Sonnenstrahlen des Abends genutzt, meine orange-lilafarbene Tulpenmischung zu fotografieren. Der Wind hat es nicht gerade einfacher gemacht, ich hoffe, er wird endlich mal etwas nachlassen und die Temperaturen endlich mal ansteigen!
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 18. April 2017

Der April macht was er will

Ich sehe es, wenn ich aus dem Fenster schaue, und ich sehe es, wenn ich euren Blogs einen Besuch abstatte - das Wetter schlägt Kapriolen und überrascht uns mit winterlichen Anwandlungen - leider!
Wer hat jetzt schon Lust auf Schneeflocken? Einfach niemand!
Allerdings bleibt der Schnee hier zumindest nicht liegen - bis jetzt...
Und so konnte ich tatsächlich ein paar "grüne" Bilder machen, auch wenn ich den Eindruck habe, dass die Tulpen erst einmal in den Startlöchern verharren und die kühlen Tage abwarten.



Fritillaria Imperialis bietet wirklich einen imposanten Anblick. Leider habe ich nur zwei gelbe und ein oranges Exemplar davon. Gerade von den gelben Kaiserkronen hätte ich gern mehr. Wäre da nicht ihr Preis...


Die Biedermeier-Bergenie mag ich von meinen Bergenien am liebsten.





Hoffentlich wird das Wetter bald wieder wärmer und freundlicher, ich würde sooo gern meine vorgezogenen Dahlien auspflanzen, weil sie mir langsam über den Kopf wachsen ;-)
Wie sieht es bei euch aus?
Liebe Grüße
Katharina 

Freitag, 14. April 2017

Zeit zum Gärtnern

Ich hatte sie nach einer stressigen Woche für heute Mittag eingeplant, die Zeit zum Werkeln im Garten. Und das Wetter sollte mir natürlich gaaanz egaal sein.
Gartenglückszeit. Egal ob es schneit, regnet oder hagelt.
Natürlich hatte ich auf Sonne gehofft. 
Natürlich hat es tatsächlich geregnet.



Wie gut das ich eine leuchtendgelbe Regenjacke samt Kapuze habe!


Irgendwann hatte der Regengott ein Einsehen und hat eine Pause eingelegt - Danke!!!


Und so habe ich wunderbare drei Stunden gejätet ;-)
So verrückt es auch klingen mag, ich liebe Jäten! Es ist meine persönliche Form der Meditation, nichts entspannt mich so sensationell gut!


Und so habe ich heute Abend noch einen lockeren Abendrundgang durch den Garten gemacht und mich an dem Ergebnis erfreut - und die Vorfreude auf den beginnenden Tulpenrausch genossen.
Langsam geht es los!
Ist die Tulpenblüte bei euch schon in vollem Gange?
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 11. April 2017

Frühlingsblühen im April

Auch wenn er sich gerade in seiner launischen Phase befindet und tatsächlich macht was er will, genieße ich jeden Moment dieses Aprils. Denn überall sprießt und grünt es, die Natur kommt gerade richtig in Schwung.


Es blühen fast alle Narzissen, Anemonen, Hyazinthen, Muscari, Lungenkraut, die ersten Tulpen.... und es sind noch viele wunderbare Dinge da, die auf uns warten... die blühenden Monate sind ja noch lang!


Jetzt freue ich mich auf die Tulpen, die da noch kommen werden. Und dann die Camassia. Und dann der Zierlauch. Und dann auf alles andere!


Ich wünsche Euch schöne Apriltage!
Liebe Grüße
Katharina

Sonntag, 9. April 2017

Welch traumhaft schöner Tag!

Ein Frühlingstag wie im Bilderbuch, schöner kann man ihn sich auch in seiner Phantasie nicht ausmalen. Sonnenschein, warme Temperaturen, kein Lüftchen regt sich und der Himmel ist so strahlend blau, dass nicht ein Wölkchen die leuchtende Farbe stören mag.


Wir waren von morgens bis abends draußen - zum Werkeln und vor allem zum Genießen! 


Einen Platz an der Sonne zu finden, war jedenfalls kein Problem, eher sich für eine Stelle zu entscheiden. Deshalb habe ich mich kreuz und quer durch die ganzen Sitzmöglichkeiten des Gartens gearbeitet.


Hattet ihr auch so ein wunderbares Wetter und vor allem die Gelegenheit, es entspannt zu genießen?



Bei uns plätschert es an verschiedenen Stellen, das Geräusch ist einfach zu herrlich! Warum ist das nur so?


Leider sollen die nächsten Tage eher durchwachsen und kühler werden, aber vielleicht springt ja doch die ein oder andere Sonnenstunde heraus!
Liebe Grüße
Katharina

Donnerstag, 6. April 2017

Mein neuer, allerliebster "Happy Place"" für den Frühling

Im Frühling schlagen nicht nur die Gefühle Purzelbäume, nein, auch neue Ideen flattern durch die Lüfte. Vor allem die Gartenideen kreisen über unserem kleinen Häuschen und sorgen für Pläne und Projekte. Kaum ist eines beendet, landet schon das nächste. 
In diesem Fall fing das Projekt mit einem uralten Metallbett an, welches im Garten schon verschiedene Funktionen hatte - zuletzt als blühendes Hochbeet.
Aber irgendwie war die Funktion nicht mehr die Richtige, es passte nicht mehr, und auch der Standort war falsch. Also stand ein Umzug an und eine Neuüberarbeitung.
Und nun? Hier kommt mein funkelnigelnagelneuer Lieblingsplatz!



Ein Bett mitten auf der blühenden Streuobstwiese. Endlich kann man das Narzissenfest hier richtig genießen - nicht mehr im Stehen - nein im Sitzen oder ganz entspannt im Liegen :-)



Und so sieht es unter den weichen Lagen aus. Mein liebster Ehemann hat im Handwerkerrausch eine Unterkonstruktion erstellt und schließlich mit Terrassendielen verkleidet. 


Quilts und Decken habe ich berufsbedingt reichlich ;-)
Mein kleiner Sohn hat strahlend geäußert, dass dies der beste Platz ist, um ein Buch zu lesen...



Und so entspanne ich mich jetzt mit einem Rosenbuch und überlege, wo noch was zu pflanzen wäre. Hach, wie schön! 



Habt ihr auch so einen Lieblingsplatz im Garten, an den ihr euch mit einem guten Buch zurückziehen könnt?
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 4. April 2017

Gelbes Leuchten

Aus allen Ecken leuchtet es gerade, selbst aus der Ferne sind sie nicht zu übersehen, die herrlichen Narzissen. Und dabei sind sie so unkompliziert und machen keinerlei Probleme - die Zwiebeln werden nicht aufgefressen und ihre Blühenergie erlahmt nicht, wie man es so oft bei den Tulpen mit den Jahren erlebt. 


Die reingelben Sorten sind bei mir irgendwie schneller mit der Blüte als die Weißen, da warte ich noch bei einigen Tuffs, dass es nun endlich losgeht. Ist das nur bei mir so?




Bald blüht auch die ganze Streuobstwiese, dann werde ich mein Bestes tun, euch etwas von dem Eindruck zu vermitteln.
Sonnige Grüße aus dem Norden,
Katharina 

Sonntag, 2. April 2017

Zarte Schönheit

Sie ist eine besonders anmutige Schönheit, eine Elfe im Blumenreich, ihre Haltung, ihre Färbung machen sie zu einer Besonderheit und auch zu einer Seltenheit. Denn so eine Dame wie sie hat auch ihre Ansprüche. Vor allem feucht sollte es sein, aber auch hell, gern lehmig und nährstoffreich. 
Weil sie mittlerweile selten geworden ist, steht sie unter Schutz - Fritillaria Meleagris - auch Schachbrettblume oder Kiebitzei genannt.


Im letzten Jahr hat sie mich im Blumenladen zu charmant angelächelt, das es mir schier unmöglich war, sie dort zurückzulassen. Und um sie erst einmal von nahem genießen zu können, habe ich ihr einen besonders schönen, dezentem Blumentopf zugeteilt und sie auf unserem Esstisch platziert. 


Im Anschluss hat sie natürlich einen Platz im Garten erhalten, ganz rechts außen bei den Schneeballsträuchern und dem großen, blaublütigen Immergrün. Mit einem Gefühl der Sorge habe ich in den letzten Woche nach ihr Ausschau gehalten, wer weiß, ob ihr der gewählte Platz zugesagt hat? Und heute habe ich sie entdeckt, die federleichten Stängel und die besonderen Blüten. 


Sie hat sich zum Bleiben entschlossen, wie schön!
Liebe Grüße
Katharina

Montag, 27. März 2017

In die Knie

In die Knie! 
Denn nichts weniger ist nötig, um die frühlingshaften Schönheiten zu bewundern, die zur Zeit in voller Blüte stehen. Irgendwie sind bei mir alle Blüten in niedriger Höhe zu finden und um sie angemessen abzulichten, musste ich auf den Knien vor ihnen herumrutschen. Das ist doch das Mindeste, oder was meint ihr?


Liebe Grüße
Katharina

 

Donnerstag, 23. März 2017

Do-it-yourself: unser neuer Obelisk

Tage voller sintflutartiger Regenfälle liegen hinter uns. Immer wenn ich zur Tür ging, um endlich wieder ins grüne Paradies zu gehen, fing es schlagartig an in Strömen zu gießen. Wie auf Kommando. Drei Tage lang ging das so, entmutigt schaute ich aus dem Fenster und sah dem Prasseln zu. Ich bin nicht regenscheu. Leichtes Plätschern von oben hält mich und meinen Regenmantel nicht im Haus. Aber so - nein, das war zuviel! Das Wasser stand im Garten, auf den Wegen, in den Beeten und natürlich im Senkgarten, wo sich ein größerer Teich ausgebildet hat.
Aber nun will ich nicht mehr klagen, die Sonne hat uns seit gestern wieder!


Und da wollte mein Mann etwas für mich tun. Und ich für meine Rosen - deshalb hat er mir einen wunderbaren Obelisk gebaut! Denn im Vorgarten hat sich leider im letzten Jahr ein Problem aufgetan. Ich hatte den Rambler "Appleblossom" noch ein Jahr zuvor an unsere Eberesche gepflanzt. Leider musste diese Eberesche dann weichen und ein Apfelbaum ist an diese Stelle gezogen. Doch da dieser noch in den Kinderschuhen steckt, ist er für einen Rambler noch nicht der geeignete Gegenpart.


Einen Obelisk in der entsprechende Höhe zu finden, hat sich als etwas schwieriger herausgestellt, also die perfekte Aufgaben für meinen liebsten Gatten. Wofür hat er sonst dieses ganze Profiwerkzeug zuhause angehäuft? Stichsäge, Kettensäge, Tischkreissäge, Handkreissäge, Kappsäge...


Nach stundenlanger Tätigkeit, Sägen, Schrauben, Streichen (das Fluchen zwischendurch lasse ich an dieser Stelle nahezu unter den Tisch fallen) steht dieses wunderbare Ergebnis in unserem Vorgarten. Ich bin glücklich :-) 


Nun muss die Rose noch entsprechend an den Obelisk drapiert werden, aber nachdem die nächsten Tage Sonnenschein vorhergesagt wurde, wird diese Aufgabe das reinste Vergnügen!
Wie sehen eure Pläne aus?
Liebe Grüße
Katharina



Mittwoch, 15. März 2017

Der kleine Krokusblütenrausch

Der Wettergott hat heute mit einem Lächeln zu uns heruntergeblickt und wird es wohl auch morgen wieder tun. Wie liebenswürdig von ihm ;-)
Für meine überall im Garten verteilten Krokusgrüppchen ein freudiger Anlass die Blütenkelche zu öffnen. Manchmal durchaus auch in Gesellschaft mit anderen...




Neben leuchtenden Tönen geht es auch ganz dezent.


Aber mal ehrlich, nach dem ganzen Wintergrau ist ein leuchtendes, alles überstrahlendes, sonnengeküsstes Gelb doch einfach ein Traum!



Besonders schön ist eigentlich, dass ich jedes Jahr diverse Krokustuffs vergesse und immer wieder überrascht werde von einem heiteren Lächeln an unerwarteter Stelle.
Geht es euch auch manchmal so?
Liebe Grüße
Katharina

Freitag, 10. März 2017

Darf`s ein bisschen mehr sein?

Im letzten Mai habe ich schon meine Blumenzwiebeln für dieses Jahr bestellt. Es brannte mir mal wieder unter den Nägeln :-) Die Bilder wogender Blütenfelder ließen mich nicht los.... 
Tulpen, Narzissen, Camassia, Allium und Hasenglöckchen. Vor allem bei den Tulpen habe ich zugeschlagen - dachte ich wenigstens. 500 Stück habe ich gesetzt. Und nun stehe ich an meinen Beeten und betrachte das aufstrebende Grün und frage mich: "Warum habe ich so große Lücken? Warum sieht es noch so spärlich aus?"
Geht es euch auch manchmal so? Vielleicht sind es die zauberhaft schönen Bilder in den Gartenzeitschriften, die einem die Sinne verirren? Eine Tulpe neben der nächsten, dazwischen vielleicht ein paar Judassilberlinge, so dass dem Betrachter alles grün und üppig entgegenleuchtet.






Und schon wird mir schlagartig klar, dass ich im Mai wieder bestellen muss (wahrscheinlich mehr), um im Herbst ordentlich etwas setzen zu können.


Aber erstmal freue ich mich auf das, was kommt - auch mit Lücken!
Wie ist es bei euch? Maßvoll oder maßlos?

Liebe Grüße
Katharina