Dienstag, 19. September 2017

Den Septembergarten genießen

Das ist mein aktueller Plan. Denn endlich scheint überwiegend die Sonne (nur gestern Mittag goss es in Strömen, als ich gerade meine Gartenhandschuhe anziehen, so was aber auch!), man kann ohne Jacke vor die Tür treten und es ist noch so schön in den Beeten, dass sich das Herz daran erfreuen kann.
Und man kann wunderbar auf der Terrasse sitzen....


... natürlich mit Kaffee, Kakao und Kuchen. Ja, so sieht ein Alltagskuchen bei mir aus. Kein Fondant und keine Röschen, dafür viel Schokolade. Die ist ja bekanntlich gut für die Seele ;-)


Für die Schmetterlinge sind Duftnesseln gut, wir können sie scharenweise beobachten.



Das ist übrigens das Resultat, wenn Mama mal ein paar Pflanzen aus dem Beet genommen hat und sich ungeahnter Platz ergibt. Dann rücken Bagger und Kipplaster an, um eine Baustelle zu eröffnen. Hier liegt sie genau zwischen "Claire Austin" und "The Lark Ascending". Aner das stört den kleinen Baustellenchef nicht im Geringsten.



Und zwischendurch kann man mal eine reife Pflaume vom Baum naschen, mmmhh.




Die Kapuzienerkresse sät sich jedes Jahr auf dem Steinwall an der Straße aus und berankt dort alles. 



Langsam werden wohl die ersten Astern erblühen, dann folgen noch die Chrysanthemen. Es bleiben also noch Vorfreuden übrig.


Liebe Grüße
Katharina 

Sonntag, 17. September 2017

Sonntagsleben im Altweibersommer

Endlich lässt sich der Altweibersommer mal blicken und sorgt für glückseligmachende Endorphine. Nicht dass sich ein fröhlicher Mensch wie ich einer bin vom Regenwetter runterziehen lässt, nein nein. Aber dennoch lebt es sich einfach angenehmer, wenn mal die Sonne scheint und der Regenmantel an der Garderobe hängen bleiben kann.



Und ich bin mittlerweile schon wieder mit kleineren Änderungen beschäftigt, hier und da hat eine Staude oder ein Gras zu sehr gewuchert oder sich nicht ideal ins Gesamtbild gefügt, da musste ich mit dem Spaten ran und nach Möglichkeit neue Standorte suchen. Vor allem ein Chinaschilf und die Kugeldisteln waren mir entschieden zu wild geworden.


Da Insekten und Schmetterlinge aber Kugeldistelfans sind, habe ich andere Stellen für sie auserkoren, an denen es in Ordnung ist, sich richtig breit zu machen.


Nun denke ich über neue Lösungen für leere Plätze nach, aber im Garten gibt es durchaus Vieles, was sich problemlos teilen ließe, um die Lücken zu schließen. Aber passen soll es auch, sonst bin ich im nächsten Jahr auch nicht zufriedener.


Habt ihr auch solche kleineren "Stellschrauben", an denen immer mal wieder gedreht werden muss, weil sich etwas doch anders entwickelt hat als vermutet?


Ich werde später (wenn ich aus dem Lädchen nach Hause gehe, wir haben nämlich aus sonntags ein paar Stunden geöffnet) den Terrassentisch decken, die Sonne genießen und dabei mit liebem Besuch ein paar ordentliche Bissen Schokokuchen mit Sahne genießen - letztere liegt unserem kleinen Mann besonders am Herzen ;-)
Liebe, sonnige Grüße
Katharina 

Freitag, 15. September 2017

Der September leuchtet

Bei mir vor allem in Gelb! 
Nach dem heftigen Sturm und den anhaltenden Regenfällen ist das Wetter heute wieder gärtnerfreundlich. Die Sonne scheint und man mag wieder die Gartenhandschuhe anziehen und schauen, was der Wind so angerichtet hat. Bei uns sind vor allem viele Äste der nachbarlichen Ahornbäume abgebrochen und liegen nun in Beeten und auf Rasen herum. 


Nichtsdestotrotz muss schon wieder Rasen gemäht werden. In diesem Jahr wächst er - beschwingt durch die vielen Regenfälle - wie nie zuvor. Wie gut, dass der Zwerg ein großer Freund von Rasenmähern und anderen Krachmachern ist!
Die Einjährigen sind weiterhin gut in Form, allen voran die Strohblumen.


Langsam hat auch der ein oder andere kleine Kürbis seinen Weg in meine Deko gefunden.


Vereinzelt blühen tatsächlich immer noch meine Phloxe. Das ergibt einen wunderbaren Kontrast zu meinen Rudbeckia, die überall noch in Topform sind.




So leuchtet die Sonne heute mit den Sonnenhüten um die Wette. Das entschädigt ein wenig für den ersten, sehr frühen Herbststurm.






Dennoch denke ich mit ein wenig Wehmut daran, dass das Gartenjahr auf die Zielgerade geht - mir war der Sommer einfach zu kurz!
Wie geht es euch damit?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 13. September 2017

Heute schon an morgen denken - oder der nächste Frühling kommt bestimmt

Ich hatte es mir gestern Abend mit einem schönen großen Latte Macchiato (gaaanz viel Milchschaum und einen extra Schubs Vanillesirup) in meiner großen Blümchentasse auf dem Sofa bequem gemacht. Draußen regnet und windet es, drinnen kann ich mich in einen Haufen Kissen und unter eine Quiltdecke kuscheln. Dazu das Tablet auf den Knien und so die farbenprächtigsten Bilder vor den Augen. Es wird Zeit, über Blumenzwiebeln nachzudenken.


Denn bald geht die Pflanzzeit für die Zwiebeln wieder los, von den kleinen Krokuszwiebeln bis hin zu den großen des Alliums. 


Ich werden in den großen Beeten, die in diesem Jahr so herrlich mit Tulpen gefüllt waren, einige nachsetzen, da ich nicht so sicher bin, wie viele der Tulpen wieder erscheinen werden. Leider ist das mit den hochgezüchteten Exemplaren ja so eine Sache.


Mit den Narzissen ist das eine andere Sache, die sind zuverlässiger und vermehren sich teilweise sogar recht gut. Allerdings will ich noch einige in den rechten Teil des Senkgartens setzen und noch mehr in mein blaugelbes Beet.


Allium werde ich in mehren Beeten ergänzen, da hab ich noch nicht so viel.

  
Einige Tulpen wandern vor allem in das im Frühjahr neu angelegte weißgelbe Beet, da ist bislang nichts an Zwiebeln drin. Entsprechend habe ich eine weißgelbe Tulpenmischung ausgesucht, um mit dem Farbthema gleich im Frühjahr anzufangen. 
Es ist immer schön zu wissen, dass ab dem Herbst das Frühlingswunder schon in der Erde schlummert, dort Wurzeln treibt, um bei steigenden Temperaturen den Zauber des neuen Gartenjahres einzuläuten.
Habt ihr auch schon über neue Zwiebeln nachgedacht?
Liebe Grüße
Katharina 

Sonntag, 10. September 2017

Septemberimpressionen

"Im September ist alles aus Gold", heißt es bei George Britting.
Und auch hier leuchtet die Sonne golden am Himmel und beschert uns ein wohliges Septembergefühl - zumindest in diesem Moment. Denn gestern hat es fast den gesamten Tag lang geregnet, ohne Unterlass, mal mehr und mal weniger. Der mangelnde Wind war Schuld, etwas, was es an der Küste nur äußerst selten gibt. 


Aber die Sonne erlaubt es mir nun ein paar Septemberimpressionen einzufangen, in diesem Fall aus dem vorderen Garten und dem Rosengarte.


Dort, wo sich die Gaura sanft im Wind wiegt und ihre zarten Blüten tanzen lässt. Sie gehört zu meinen absoluten Lieblingen.


Überall zeigen die verschiedenen Rosen ihre zweite Blüte, hier ist es "Pomponella" in Begleitung von Sedum.



Die Perovskien blühen über eine endlos lange Zeit, auch deshalb gehören sie zum engsten Favoritenkreis.


Mir fällt er natürlich sofort ins Auge, der fürchterliche Maschendrahtzaun, den ich stets zu verstecken suche. Er fasste ursprünglich die gesamten Außenlängen unseres Grundstücks ein, nach und nach tauschen wir ihn gegen Staketenzäune aus. Einige Meter sind schon geschafft, aber hier stellt sich eine besondere Herausforderung. Unter dem Zaun ist eine verputzte, alte Mauer, die uns vom Reitplatz der Nachbarn trennt, der deutlich tiefer gelegen ist als unser Grundstück. Etwas oben auf die Mauer als Alternative zu installieren, erscheint mir noch schwierig. Sieht ein Staketenzaun da überhaupt passend aus?







Wie golden zeigt sich der September bei euch?
Liebe Grüße
Katharina 

Freitag, 8. September 2017

Wie viel Privatsphäre braucht der Mensch im Garten?

Diese Diskussion eröffnete sich im letzten Herbst von ganz allein, als wir beschlossen unsere mit dem Haus erworbene Thujahecke in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Wir konnten sie schon seit der ersten Besichtigung unseres Hauses nicht leiden!
Sie thronte erhöht auf einem Steinwall und sorgte dafür, dass die Sicht auf unser Haus - und damit auch auf unsere Terrasse - sommers wie winters versperrt war. Nur durch die Auffahrt neben ihr konnte man etwas sehen.
Dank ihrer schattenspendenden Wirkung hatten es viele dort angesiedelte Stauden schwer, sich zu entfalten, vom völlig vermoosten Rasen an dieser Stelle ganz zu schweigen. 



Als wir nun ankündigten, das Monstrum zu entfernen, vielen die Reaktionen oft erst einmal entsetzt aus. Die Hecke sei ja "so schön zugewachsen" und hätte eine "so gute Höhe" erreicht, hörten wir.
Noch lustiger wurde es, als wir Vorschläge für Kirschlorbeer rundheraus ablehnten und erklärten, dass wir dort gar keine immergrüne Hecke wollten, sondern etwas Blühendes, einige Sträucher, Stauden und Zwiebelblumen. 
Wir wollten etwas für die Insekten tun, die dank der Entwicklung in vielen Gärten nicht mehr so viel zu lachen - und zu essen - haben. 

Herbst 2016

"Aber dann kann man euch ja sehen, wenn ihr im Garten seid! Und auf der Terrasse!", so die entsetzten Kommentare.
"Und was genau ist daran so schlimm?", fragten wir zurück.
So richtig konnte das eigentlich niemand sagen. 
Ist es das Bedürfnis nach Privatsphäre? Der Wunsch von anderen unbeobachtet zu sein?


Frühling 2017
Wenn die blühenden Sträucher höher geworden sind, wird es sicher etwas Sichtschutz geben - zumindest im Sommer. Aber ehrlich gesagt, stört es uns kein bisschen, wenn vorbeifahrende, gehende oder radelnde Menschen uns im Garten bei werkeln, spielen oder grillen sehen können.


Zwischen den Sträuchern geht es bunt zu, Löwenmäulchen, Borretsch, Stockrosen, Goldrute und viele andere zaubern monatelang ein buntes Bild.





Wie ist das bei euch? Fühlt ihr euch wohler, wenn die Hecke hoch und dicht ist? 
Liebe Grüße
Katharina