Mittwoch, 31. Mai 2017

Ein Rosengarten vor der Blüte

Jetzt fängt sie an, meine allerliebste Rosenzeit, die ersten Blüten habe ich bereits gesichtet. Allerdings finden diese sich auf dem Steingarten bei "Marie Bugnet" und "Sarah van Fleet". Im Rosengarten selbst hatte "Roseraie de l`Hay" eine, die leider vom heftigen Regen zerstört wurde, bevor ich ihrer ernstlich gewahr wurde. 
Von den 29 Rosen in diesem Gartenteil hat nur meine Hochstammrose "Princess Alexandra of Kent" eine erste Blüte, der Rest steht in den Startlöchern. Trotzdem ist dieser Gartenteil gerade wunderschön - weil sich das Begleitpersonal von seiner schönsten Seite zeigt!
Ich war beim Fotografieren ganz schrecklich euphorisiert :-) 
Aber ist es nicht herrlich, dieses Bild aus Spiersträuchern, Clematis montana "Rubens" und Nachtviolen?


Verschiedene Akeleien tummeln sich in diesem Gartenteil, mal rosa, mal weiß oder zweifarbig.




Die eine Blüte wollte ich nun nicht vorenthalten ;-) Voila, Princess Alexandra of Kent, eine Austin Rose.


Katzenminze ist natürlich ein besonders geschätztes Begleitpersonal, für mich in Kombination mit Rosen unverzichtbar.


Ich habe in unserem ersten Jahr hier eine bunte Mischung Lupinen ausgesät, mit den Jahren bin ich nun wirklich "lupinenreich"!


Geranium magnificum "Rosemoore" ist einer meiner Lieblinge, das intensive Blau ist unschlagbar.


Im Augenblick säumen verschiedene Storchschnabelarten und Frauenmantel den Wegesrand im Rosengarten, bald gesellen sich Salbei und Schafgarbe dazu, später noch Perovskien.


Nun wird es Zeit, dass sich alle 29 Rosen in diesem Teil die Ehre geben, ihre Begleiter sind startklar - und ich auch!
Wie sieht es bei euch mit der Rosenblüte aus? Geht es vermehrt los?
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 30. Mai 2017

Des Gärtners Wünsche

Sie wechseln eigentlich ständig, meine Wünsche an Petrus, manchmal ist es mir selbst unangenehm festzustellen, welche Ideen mir so durch den Kopf geistern und mit welchen variablen Anliegen ich den Wettermacher konfrontiere. 
Ist das bei Gärtnern so?



Mal hätten wir es gern sonnig - aber bloß nicht zu heiß, sonst wird alles trocken, die Blätter verbrennen und manche Pflanzen kippen gleich aus den Latschen!




Dann gerne wieder Regen - aber bitte nicht zu doll, sonst stehen die Beete unter Wasser, die Wurzeln verrotten, die Blüten entblättern sich und einigen Kandidaten behagt zuviel Wasser sowieso nicht!



Aber Frost mögen wir auch nur mäßig, und wenn dann bitte nur bis Februar, wenn danach alles auszutreiben beginnt, darf es auf gar keinen Fall wieder so kalt werden - siehe den Frost im April diesen Jahres!



Und Schnee sieht im Winter wirklich zauberhaft aus - aber bitte nicht zu viel, nicht dass noch die Zweige unter den Schneelast brechen!

Das ganze lange Wochenende war herrlich, allerbester Sonnenschein, warme Temperaturen und der Garten zeigte sich von seiner schönsten Maiseite. Wir hatten quasi von Donnerstag bis Sonntag jeden Tag reichlich Besuch, so wie wir es lieben :-)



Fürs Werkeln im Garten blieb da keine Zeit, nur fürs Schauen. 


Gestern Abend war es dann so weit, der Mann vor dem Fernseher ("Leathal Weapon") und ich ab in die Gummistiefel. Und nach Tagen der Sonne befand ich den Boden für zu trocken, hart, an manchen Stellen rissig. Also musste der Gartenschlauch her, mühsam habe ich ihn durch den langen Garten gezerrt, um auch die Blumensaat auf der Streuobstwiese ganz hinten zu gießen, da öffneten sich die Schleusen des Himmels und es begann in Strömen zu gießen! 


Wie auf Bestellung hat Petrus das Gießen übernommen und mir locker eine Stunde Arbeit erspart - vielen Dank an dieser Stelle ;-)
Wie sieht es bei euch aus? Zu trocken? Zu nass? Zu warm? Zu kalt?
Liebe Grüße 
Katharina


Montag, 29. Mai 2017

Die erste Rose: Und die Gewinnerin ist....

die wunderbare, einzigartige Marieeeeee Bugnet!

Rosa rugosa "Marie Bugnet"
 In einem Moment habe ich mich noch über die erste Blüte gefreut, die direkt über dem kleinen Reiherschnabel aufgegangen ist, im nächsten Moment blühte die ganze Rose in ihrem herrlich reinen Weiß. Und ihr Duft ist intensiv und absolut wunderbar. Es ist wirklich schade, dass ich euch den nicht gleich mitschicken kann!


Und so thront sie nun mit zwei anderen Rosa rugosa oben auf dem Steingarten, einen Blütenteppich aus verschiedenen Polsterstauden unter sich. 


Bei mir ist "Marie Bugnet" seit Jahren die erste. 
Wer hat bei euch das Rennen gemacht?
Immer die Selbe oder gab es in diesem Jahr eine Überraschung?
Rosenbeseelte Grüße
Katharina

Samstag, 27. Mai 2017

Das darf man keinem erzählen

Das darf man wirklich keinem erzählen. Ich hoffe an dieser Stelle inständig, dass mein allerliebster Ehemann diesen Post nicht liest. Ich kann es ja mit Humor nehmen, aber er würde tagelang über mich den Kopf schütteln und ich müsste es mir womöglich ewig lange anhören und das will ich wirklich nicht.


Ich habe vor ein paar Wochen ein paar Stauden bestellt, bei meinem allerliebsten Versand, Stauden Gaissmayer. Heute morgen wollte ich sie dann einsetzen, meine fünf Thalictrum delavayi, die zauberhafte, filigrane chinesische Wiesenraute. Selbstverständlich war ganz klar, für welchen Platz sie gedacht waren, für das rechte Beet im Senkgarten.
Hier könnt ihr es sehen...


Wie ihr unzweifelhaft feststellen könnt (und ich leider auch) in dem Beet ist überhaupt kein Platz mehr. Also wirklich gar keiner. Vor drei Wochen sahen die Herbstanemonen noch etwas kompakter aus und ich habe offenkundig erfolgreich verdrängt, dass dies mitnichten so bleiben wird!
Und dann hatte ich auch noch einen bestimmten Platz im Auge, ich stellte mir die Wieseraute mit ihrem zarten Violett ganz wunderbar zur ebenfalls ganz zart violetten Rosa rugosa "Schneekoppe" vor. Ganz ehrlich, ich fand die Idee geradezu brilliant... 


Also versuchte ich verzweifelt, irgendwo noch ein wenig Platz neben ihr zu finden und was habe ich das gesehen? Den fröhlichen Austrieb zweier Wiesenrauten!!! 
Ganz offensichtlich hatte ich bereits im letzten Jahr diese wunderbare Idee.... ich habe so gelacht, über mich selbst. Denn das Ende vom Lied war natürlich, dass ich mit fünf Pötten durch den Garten gelaufen bin und verzweifelt nach einem geeigneten Platz gesucht habe - in all meinen vollen Beeten!
Letztlich sind zwei Exemplare in der hinteren Reihe meiner Hochsommerrabatte gelandet. Phlox und Wiesenraute - warum nicht?


Und dann habe ich mich über mein eigenes Farbkonzept hinweggesetzt und die verbliebenen drei Exemplare in mein weiß-gelbes Beet gesetzt (mir blieb wirklich keine Wahl), das habe ich in diesem Jahr neu angelegt und mit ein bisschen guten Willen ließ sich da noch eine Ecke finde ;-)
Ist euch auch schon mal etwas ähnliches passiert? Oder bin ich der einzige Narr?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 24. Mai 2017

Die Zeit der unverzichtbaren Nebendarsteller - der Storchschnabel

Passend für alle Plätze und alle Gelegenheiten - quasi das kleine Schwarze für den Garten. Mal mag er es schattig, mal sonnig, mal trocken, mal feucht, je nach Art...
Bei mir ist er in vielen Varianten vertreten, botanisch  wird er Geranium genannt, bei uns ist er als Storchschnabel geläufig. Und jetzt fängt seine Zeit im Garten an.
Diese zarten Blüten sieht man bei uns auf der rechten Seite des Senkgartens, die im Winter gern überschwemmt wird, wenn statt Schnee mal wieder endloses Regenwetter angesagt ist.
Geranium maculatum "Vickyie Lynn"
 Im Halbschatten habe ich zwei Bereiche für die besonders hohe Schönheit, die den Gierschbewuchs von den Nachbarn erfolgreich zurückhält ;-)

Geranium phaeum "Lily Lovell"
Spessart findet sich an mehreren Stellen im Garten und ist wirklich extrem anspruchslos, kommt in Sonne und Halbschatten gut zurecht.

Geranium macrorrhizum "Spessart"
Diese blaue Schönheit habe ich geschenkt bekommen, deshalb kenne ich ihren Namen nicht, aber sie dient vorwiegend als Randbepflanzung in meinem Hochsommerbeet.


Und so sieht es auf der rechten Mauer meines Senkgartens aus - und überall summt und brummt es dort vergnügt! 

Geranium macrorrhizum "Bevan"


In ein paar Tagen kommt ein "Neuer" zum Club dazu, den ich Euch sicher zeigen werde. Wie sieht es mit eurer Geranium-Sammlung aus?
Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 23. Mai 2017

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Es ist so, wie man es sich in seinen Sommerträumen wünscht; blauer Himmel, Windstille und herrlich warme Temperaturen, so dass nur noch wenig Kleidung von Nöten ist - meine Jacke habe ich schon seit Tagen nicht mehr gesehen!
Endlich schlagen auch die Kugelbäume aus, hier die Kugelrobinien am Durchgang zum Senkgarten.



Ich bin immer erleichtert, wenn es endlich soweit ist, vor allem bei den Trompetenbäumen in der Hochsommerrabatte. Es dauert immer bis Ende Mai, bis überhaupt ein paar Blattknospen zu sehen sind, so dass ich vorher jedes Mal befürchte, die beiden seien eingegangen!


Hosta "June"

Nur für unseren vierbeinigen Hausbewohner "Fiete" ist es fast schon zu warm, kein Wunder, so als Pelzträger!


Überall sieht man jetzt lilafarbene Kugeln im Beet, bald werden die weißen folgen.




Clematis montana "Rubens"

Hier könnt ihr sehen, wie es auf unserer Obstbaumwiese nach der Narzissenblüte aussieht, recht kahl! Mein Mann hat das Gras gemäht, die Grasnarbe rausgenommen, Blumenerde aufgeschüttet und Wiesenblumensaat verteilt. Jetzt heißt es reichlich sprengen und das beste hoffen! Die "Inseln", die auf den Quadraten verblieben sind, bestehen aus Lupinen und Margeriten, die ich im letzten Jahr dorthin gesetzt habe, die haben natürlich Bleiberecht :-)



Ich wünsche Euch allen eine herrlichen Tag!
Liebe Grüße
Katharina

Sonntag, 21. Mai 2017

Einfach mal die Füße hochlegen

und genießen natürlich!


Das Leben am Sonntag hat doch seine entspannten Momente, selbst mit einem zweijährigen Hummeln-im-Hintern-Sohn, der alle paar Sekunden eine neue Idee hat, die Mami potentiell nicht ganz ideal findet ;-)


Vor allem das Sachen-in-den-Teich-werfen-Spiel ist schwer angesagt, obwohl es von den Eltern strengstens untersagt wurde. 
"Nein, keine Steine in den Teich schubsen!"
"Nein, keine Harke reinwerfen!"
"Nein, lass den Hocker stehen, niiiiicht den Hocker!!!"


Eltern verstehen halt nichts von den Dingen, die wirklich Spaß machen. Die wollen immer solche Sachen wie Schaukeln, Buddeln, Rutschen, Basteln....


Komischerweise fürchtet das Randalekind sich aber vor allzu lauten Fröschen. Anschauen gern mal, aber lautes Quaken? Da saust er auch schon mal unter den Terrassentisch und verkündet: "Den Frosch mag ich gar nicht so gern leiden". 



Nichtsdestotrotz ist Fröschebeobachten doch irgendwie eine spannende Sache und hält ihn zumindest kurzzeitig von anderen Dingen ab. Bis ihm einfällt, dass er doch noch etwas umbauen könnte, was Papa gerade fertiggestellt hat.


Und dann setzt der kleine Mann sein charmantestes Lächeln auf und Mamas Ärger über schwimmende Hocker schmilzt in der Sonne dahin....


Ich wünsche Euch einen herrlichen, sonnigen Sonntag!
Liebe Grüße
Katharina

Samstag, 20. Mai 2017

Von Tänzern und Vagabunden

Denn für beide habe ich ein Herz, für jene, die überraschend überall auftauchen können, ganz plötzlich, unerwartet und manchmal lange unbemerkt. Und dann zeigen sie ihre zarten Blüten, filigran, gern in überraschenden Nuancen und wer wollte ihnen dann ihr Erscheinen verübeln, während sie ihr Tänzchen im Beet aufführen?


 Nachtviolen und Akeleien tummeln sich bei mir in verschiedenen Beeten, meistens ohne dass ich dabei einen Anteil gehabt hätte.


Und dabei ergeben sich bei den Akeleien immer wieder neue Farbkombinationen und Schattierungen.



Die Nachtviolen machen sich aber auch ausnehmend gut aus in Gesellschaft spätblühender Tulpen. Im Hintergrund fangen die Spiersträucher an zu blühen.




"Green Apples" ist eine Besonderheit, fängt sie nämlich ihrem Namen gemäß tatsächlich an "grün" zu blühen, um mit der Zeit in ein zartes Weiß zu wechseln.


Dürfen sich bei euch die Akeleien auch ein wenig austoben oder haltet ihr die Bande im Zaum?
Liebe Grüße
Katharina