Samstag, 30. September 2017

Bitte nicht erschrecken!

Oder wenn, nur ein bisschen. Denn ich zeige euch jetzt, womit ich mich diese Woche beschäftigt habe und ich weiß, dass es die meisten von euch grausen wird....


Ich habe in einem Ladenbereich bei mir die Weihnachtsdeko ausgepackt. 
Ja, ich weiß, der September ist noch gar nicht vorüber, der Herbst geht jetzt erst richtig los, bis Weihnachten sind es noch viele Wochen....


Aber tatsächlich sehen viele meiner Kunden das anders. Das liegt vor allem daran, dass ich auch viele Gäste zu meinen Kunden zähle, die eben jetzt  hier sind und nicht mehr in der Vorweihnachtszeit.


"Wir finden Ihren Stil so schön, Sie haben bestimmt auch tolle Weihnachtssachen. Können Sie nicht schon mal ein bisschen rausholen?" So fing es vor Jahren an. Also habe ich Kartons vom Lager runtergeschleppt und habe die Kunden darin herumwühlen lassen. Das fand ich allerdings nicht so schön.


Also gibt es jetzt in einer abgelegenen Ecke meines verwinkelten Ladens einen Weihnachtsbereich, den ich erfreulicherweise nicht den ganze Tag vor mir sehe. Das wäre mir nämlich bis Weihnachten auch zu viel. Erst Ende November wird der Laden in Gänze geschmückt und dekoriert.



Aber wer möchte, kann jetzt schon mal ein wenig stöbern. Ganz ohne Pappkartons.


Habe ich euch jetzt schockiert?
Liebe Grüße
Katharina

Donnerstag, 28. September 2017

Es herbstelt

Der Herbst hat offiziell begonnen und auch mit Blick in den Garten ist er nicht zu verleugnen. Die Farben verändern sich zunehmend und ich habe mindestens schon ein Dutzend Kürbisbrote gebacken ;-)



Die Zaubernuss hat ihr rotes Herbstkleid angelegt.




Es sind sogar die ersten Chrysanthemenblüten zu sehen, aber das Gros wird noch ein paar Tage brauchen.


Gingko "Mariken" verfärbt sich langsam gelblich, das hat seinen ganz eigenen Charme.



Auch Lila ist im Herbstgarten bei mir präsent, vor allem dank der vielen Verbenen, die durch die Beete tanzen.


Seid ihr schon richtig im Herbst angekommen?
Liebe Grüße
Katharina 


Dienstag, 26. September 2017

Wünsch dir was!

In meinem kleinen Laden habe ich es ziemlich regelmäßig mit Menschen zu tun, die gar keine Wünsche mehr haben.
"Man hat ja schon alles.... man braucht nichts mehr..." bis hin zu "wenn ich mal sterbe, werfen meine Kinder sowieso alles weg, da kaufe ich mir lieber nichts mehr". 
Ich bin jedes Mal verwundert, beim letzten Satz schon eher erschrocken. Denn mein Wunschzettel ist immer lang! Es gibt noch so viele Dinge, die ich schön finde und gern auch besitzen würde, dass Geburtstage und Weihnachtsfeste für meine Familie und meine Freunde überhaupt kein Problem darstellen. Niemand muss händeringend überlegen, was er mir schenken könnte, da gibt es endlos Vieles!



Er hat schon fast Tradition, der Gutschein für die Staudengärtnerei in Vechta, den mir meine dort lebenden Schwiegereltern zum Geburtstag schenken.  
Es dauert meist eine Weile, bis ich die paar hundert Kilometer überwunden habe, um den Gutschein dann auch einzulösen. Aber an diesem Wochenende war es soweit!


Ihr erinnert euch vielleicht noch an meine abgeräumte Ecke. Stockrosen und Lupinen hatten sich wie wild vermehrt und die Kugeldisteln waren auch außer Rand und Band. Sie mussten alle weitestgehend weichen.


Gekauft habe ich unter anderem Monarden in weiß (Snow Queen) und verschiedene Störchschnäbel, die Heuchera sind für ein Beet im hinteren Garten.


Zwei Taglilien der Sorte "Little Grapette" zogen ein, von denen die eine sogar Knospen hat. Mal sehen, ob die sich noch öffnen werden, dazu noch drei Taglilien "Sweet Sugar Candy".


Und Persicaria "Pink Elephant, der sogar noch drei Blütenähren hat :-)


Um die Ecke rum geht es dann in meinen Rosengarten, in dem es noch fröhlich aussieht. Dort sind mehrere Storchschnäbel als Fußvolk am Rande der Phlox gelandet.

 
Rosen blühen auch noch allerhand und die Insekten haben so noch einiges zu tun.



Während ich das so betrachte, wird man ganz deutlich, dass sich schon erste Weihnachtswünsche ergeben. "Claire Austin" könnte eine schönes Gerüst gebrauchen, vielleicht baut mein Mann mir ja noch eins, äh, oder der Weihnachtsmann bringt es!




Wie ist es um eure Wünsche bestellt?
Liebe Grüße
Katharina

Donnerstag, 21. September 2017

Gibt es ein Gartengen? Oder woher kommt die Gartenliebe...

Woran liegt es, dass manche Menschen gartenverrückt sind und in ihrem grünen Tun völlig aufgehen? Und woran liegt es, dass andere wiederum Garten nur über den Begriff "Arbeit" definieren und darin das pure Grauen sehen?


Ich kenne ziemlich viele von der zweiten Sorte, auch in meiner Familie. Mein Vater äußerte gern, dass man den heimischen Garten gern zubetonieren könne, um dort ein paar Parkplätze zu schaffen. "Wir können den Beton ja auch grün anmalen...", so seine Worte. Mein Bruder zitiert ihn gern, er sucht gerade mit seiner frisch angetrauten Frau ein Eigenheim. Sie liebt es im Garten zu werkeln, er nicht. 

                   

Ich war als Kind schon das Kontrastprogramm - mit einem kleinen Beet, welches meine Oma mir in ihrem Gemüsegarten überlassen hatte, und einer Fensterbank, die vor Pflanzen überquoll. 


In meinem Freundeskreis sind die Vorlieben unterschiedlich, es gibt die Gartenbegeisterten, aber auch solche, die mit dem Thema gar nichts anfangen können und nicht die geringste Lust darauf haben - obwohl sie mit dem Eigenheim auch einige Quadratmeter Grün erworben haben.


Manchmal denke ich, dass es auch nicht motivieren ist, wenn man eine langweilige Rasenfläche mit Hecke drumherum hat. Vielleicht würde die Freude am Grün geweckt, wenn auch etwas Blühendes da wäre, etwas Schönes, das es zu umsorgen und erhalten gilt.  


Oder ist es tatsächlich eine Anlage im Menschen, ein "Gartengen", welches man hat oder auch nicht, so dass bereits festgelegt ist, ob man ein gärtnernder Mensch wird oder eben nicht?


Vielleicht schlummert es in dem einen oder anderen unbemerkt vor sich hin und entfaltet sich bei einem Erstkontakt mit eigenem Boden....


Was denkt ihr? Gibt es so ein Gartengen? Oder ist es eine Frage dessen, wie man selbst aufgewachsen ist?


Liebe Grüße aus meinem Septembergarten,
Katharina

Dienstag, 19. September 2017

Den Septembergarten genießen

Das ist mein aktueller Plan. Denn endlich scheint überwiegend die Sonne (nur gestern Mittag goss es in Strömen, als ich gerade meine Gartenhandschuhe anziehen, so was aber auch!), man kann ohne Jacke vor die Tür treten und es ist noch so schön in den Beeten, dass sich das Herz daran erfreuen kann.
Und man kann wunderbar auf der Terrasse sitzen....


... natürlich mit Kaffee, Kakao und Kuchen. Ja, so sieht ein Alltagskuchen bei mir aus. Kein Fondant und keine Röschen, dafür viel Schokolade. Die ist ja bekanntlich gut für die Seele ;-)


Für die Schmetterlinge sind Duftnesseln gut, wir können sie scharenweise beobachten.



Das ist übrigens das Resultat, wenn Mama mal ein paar Pflanzen aus dem Beet genommen hat und sich ungeahnter Platz ergibt. Dann rücken Bagger und Kipplaster an, um eine Baustelle zu eröffnen. Hier liegt sie genau zwischen "Claire Austin" und "The Lark Ascending". Aner das stört den kleinen Baustellenchef nicht im Geringsten.



Und zwischendurch kann man mal eine reife Pflaume vom Baum naschen, mmmhh.




Die Kapuzienerkresse sät sich jedes Jahr auf dem Steinwall an der Straße aus und berankt dort alles. 



Langsam werden wohl die ersten Astern erblühen, dann folgen noch die Chrysanthemen. Es bleiben also noch Vorfreuden übrig.


Liebe Grüße
Katharina 

Sonntag, 17. September 2017

Sonntagsleben im Altweibersommer

Endlich lässt sich der Altweibersommer mal blicken und sorgt für glückseligmachende Endorphine. Nicht dass sich ein fröhlicher Mensch wie ich einer bin vom Regenwetter runterziehen lässt, nein nein. Aber dennoch lebt es sich einfach angenehmer, wenn mal die Sonne scheint und der Regenmantel an der Garderobe hängen bleiben kann.



Und ich bin mittlerweile schon wieder mit kleineren Änderungen beschäftigt, hier und da hat eine Staude oder ein Gras zu sehr gewuchert oder sich nicht ideal ins Gesamtbild gefügt, da musste ich mit dem Spaten ran und nach Möglichkeit neue Standorte suchen. Vor allem ein Chinaschilf und die Kugeldisteln waren mir entschieden zu wild geworden.


Da Insekten und Schmetterlinge aber Kugeldistelfans sind, habe ich andere Stellen für sie auserkoren, an denen es in Ordnung ist, sich richtig breit zu machen.


Nun denke ich über neue Lösungen für leere Plätze nach, aber im Garten gibt es durchaus Vieles, was sich problemlos teilen ließe, um die Lücken zu schließen. Aber passen soll es auch, sonst bin ich im nächsten Jahr auch nicht zufriedener.


Habt ihr auch solche kleineren "Stellschrauben", an denen immer mal wieder gedreht werden muss, weil sich etwas doch anders entwickelt hat als vermutet?


Ich werde später (wenn ich aus dem Lädchen nach Hause gehe, wir haben nämlich aus sonntags ein paar Stunden geöffnet) den Terrassentisch decken, die Sonne genießen und dabei mit liebem Besuch ein paar ordentliche Bissen Schokokuchen mit Sahne genießen - letztere liegt unserem kleinen Mann besonders am Herzen ;-)
Liebe, sonnige Grüße
Katharina